Zuzügler aus EU-Ländern Samtgemeinde Bersenbrück plant Flyer für Osteuropäer

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Im öffentlichen Leben in der Samtgemeinde werden Einwanderer aus Osteuropa kaum wahrgenommen. Ausnahme: die polnischen Gottesdienste, die Pfarrer Zbigniew Kadziela hin und wieder zelebriert, wie hier in der St.-Johannis-Kirche in Alfhausen. Foto: Franz BuitmannIm öffentlichen Leben in der Samtgemeinde werden Einwanderer aus Osteuropa kaum wahrgenommen. Ausnahme: die polnischen Gottesdienste, die Pfarrer Zbigniew Kadziela hin und wieder zelebriert, wie hier in der St.-Johannis-Kirche in Alfhausen. Foto: Franz Buitmann

Bersenbrück Für die regionale Wirtschaft spielen Einwanderer aus Osteuropa schon lange eine bedeutende Rolle. Die Samtgemeinde Bersenbrück will sich jetzt intensiver um sie kümmern.

In der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates in Bersenbrück gab Samtgemeindebürgermeister Horst Baier bekannt, der Landkreis Osnabrück zahle einen Zuschuss von rund 26000 für ein Projekt der Samtgemeinde mit dem Ziel der besseren Integration von Zuzüglern. Mit diesen Mitteln möchte die Samtgemeinde den Kontakt zu Osteuropäern verbessern, die in der Samtgemeinde leben.

Schon lange sei in der Samtgemeinde ein deutlicher Zuzug von EU–Bürgern zu verzeichnen, die hauptsächlich aus Polen, Rumänien oder Bulgarien stammen. In Teilen handele es sich hierbei um Ernte– oder Saisonarbeiter, die nach etwa drei Monaten wieder in ihre Heimat zurückkehren. Ein Teil lasse sich mit ihren Familien dauerhaft in der Samtgemeinde nieder. Viele stünden damit vor denselben Herausforderungen wie Flüchtlinge. Sie müssten sich in einem fremden Land zurechtfinden.

Dies fange bei der Schulausbildung der Kinder an und gehe bis zu Renten und Sozialsystemen. Viele beherrschten die deutsche Sprache kaum. Um die Einwanderer zügig in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, sei wichtig, sie vor allem am Anfang bei ihren Fragen, Anliegen und Problemen zu unterstützen.

In mehreren Sprachen

Zusammen mit der Caritas und dem Migrationszentrum des Landkreises Osnabrück soll ein Flyer mit Kontaktdaten wichtiger Institutionen und der Ansprechpartner Samtgemeinde aufgelegt werden. Außerdem sind wöchentliche Beratungstermine im Rathaus der Samtgemeinde Bersenbrück geplant. Ein Besuchsdienst für die zugewanderten Personen ist ebenfalls möglich, erklärte Baier.

Der Flyer solle in verschiedenen Sprachen gedruckt werden und darüber informieren, welche Hilfen oder Leistungen die jeweiligen Träger und Institutionen anbieten. Bei der Anmeldung werden die Mitarbeiter des Bürgerservices der Samtgemeinde und aller Außenstellen den Flyer aushändigen und auf die festen Beratungstermine hinweisen.

Außerdem sollen die Flyer auch in Kindergärten und Schulen verteilt werden, da die Kinder aus den osteuropäischen Familien dort angemeldet werden. Hierbei solle die Verteilung der Flyer direkt bei der Anmeldung erfolgen.

Die Mittel des Landkreises sollen zum einen für die Erstellung und den Druck der Flyer in verschiedenen Sprachen eingesetzt werden. Weiterhin werden Dolmetscherkosten, Übersetzungskosten, vielleicht auch Sprachförderung daraus finanziert.


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