Zaun mehrfach zerstört Gallowayzüchter aus Gehrde ärgert sich über Vandalismus

Von Sigrid Schüler-Juckenack

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Gehrde. Ein fast freies Leben führt die Mutterkuhherde von Johannes Hugo-Westendorf auf einer 20 Hektar großen Weide in den Haseauen in Rüsfort bei Gehrde. Die robusten Galloways sind Tag und Nacht draußen, geschützt durch den langen Zaun, der um die Weide herumführt. Ein Ärgernis für den Tierhalter: Der Zaun wird immer wieder mutwillig zerstört, zuletzt war er im Juli dieses Jahres von Unbekannten zerschnitten worden.

Zwei der Tiere seien damals entlaufen, erzählt Hugo-Westendorf. Zwei Stunden habe es gedauert, bis er Tiere aufgespürt und wieder eingefangen hatte. Dabei gehe es nicht etwa darum, dass die Tiere durch ihre Wesensart Menschen gefährden könnten.

Hugo-Westendorf stellt klar, dass die Rinder vom Charakter her friedlich und ruhig sind. Gefährlich kann es dann werden, wenn Tiere, die unbemerkt entlaufen sind, sich auf der nahegelegenen Badberger Straße aufhalten. Mit ihrem dunklen Fell werden die Tiere für Auto- oder Motorradfahrer im Dunkeln kaum sichtbar sein, und das könne in der Tat Mensch und Tier gefährden. Er habe keine Vermutung, wer so gedankenlos und fahrlässig handele, erklärt er, aber er habe die Zerstörung des Zaunes bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Einmal täglich schaut Hugo-Westendorf nach seiner Herde und versichert sich, dass alles in Ordnung ist und es den Tieren gut geht. Für die Pflege von Flächen wie die der Haseauen seien die Tiere ideal, erklärt der Rinderhalter. Die Tiere können das ganze Jahr über im Freien leben und brauchen zum Ruhen keinen Stall, sondern nur einen trockenen, windgeschützten Platz. Sie sind also echte Spezialisten im Landschafts- und Naturschutz.

Galloways züchtet Hugo-Westendorf nun schon zehn Jahre. Und natürlich vermarktet er das Fleisch, denn Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung ist gefragt. Kraftfutter setzt er bei den Tieren nicht ein. Etwa zweieinhalb Jahre dürfen die Tiere auf der Weide mit der Herde laufen, ehe sie geschlachtet werden.


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