Kinderbecken wird teurer Kein Cabrio-Dach für Bersenbrücker Freibad

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Beim Spielplatz im Bersenbrücker Freibad soll ein Kinderbecken entstehen. Foto: Reinhard RehkampBeim Spielplatz im Bersenbrücker Freibad soll ein Kinderbecken entstehen. Foto: Reinhard Rehkamp

Bersenbrück. Wie vom Ausschuss für Bildung, Familie, Jugend und Sport vorgeschlagen, verabschiedete der Bersenbrücker Samtgemeinderat einen Förderantrag für den Bau eines Kinderbeckens im Bersenbrücker Freibad. Kritische Töne gab es von Manfred Krusche (SPD).

Eine Woche vor seiner regulären Sitzung am vergangenen Dienstag hatte der Samtgemeinderat in einer Sondersitzung Fördermittel für die auf drei Millionen Euro veranschlagte Sanierung des Bersenbrücker Freibades beantragt. Die Sondersitzung war anberaumt worden, um die Antragsfrist für das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in Sport, Jugend und Kultur einzuhalten.

Direkt darauf tagte der Bildungsausschuss und formulierte einen Förderantrag für den Neubau eines Kinderbeckens im Freibad. Die Mittel sollen aus dem Landesprogramm zur Verbesserung der ländlichen Infrastruktur (Zile) fließen. Grundlage war ein Entwurf eines auf Bäder spezialisierten Planers, der dem Ausschuss im Juni vorgestellt worden war. Der hatte die Kosten auf 575.000 Euro geschätzt, diese Schätzung ist aber mittlerweile auf 740.000 Euro erhöht worden. Es hatte sich herausgestellt, dass das Kinderbecken eine aufwendige Wasseraufbereitung braucht. Ein provisorischer Anschluss an die Wasseraufbereitung des Hauptbeckens, die bei der Sanierung ausgetauscht werden muss, wäre aber noch kostspieliger, hieß es im Bildungsausschuss.

Der Samtgemeinderat nahm die Empfehlung des Bildungsausschusses bei zwei Enthaltungen an. Manfred Krusche zeigte sich aber verwundert darüber, dass der Entwurf für das Kinderbecken seit seiner Vorstellung nicht überarbeitet worden sei. Der Ausschuss habe nämlich klar zu erkennen gegeben, dass die Kosten zu hoch seien, und ein einfaches Becken gewünscht sei, das nicht mehr als 200.000 Euro kosten dürfe. Christian Klütsch (CDU) und Frank von der Haar (Wählergemeinschaft Samtgemeinde) antworteten, dass der größte Kostenblock nun einmal die Wasseraufbereitung sei, er sprenge das Kostenlimit, das die Politik habe setzen wollen. Ferner diene der Antrag zunächst einmal der Klärung, wieviel Förderung möglich sei. Ob und wie der Entwurf verwirklicht werde, sei noch offen und von der Förderzusage abhängig.

Ursprünglich wollte die Samtgemeinde auch den Neubau ihres Hallenbades aus dem Bundesprogramm zur Sanierung von Sporthallen, Jugendzentren und Kultureinrichtungen gefördert sehen. Der Antrag wurde aber zurückgenommen, weil Neubauten nur sehr beschränkt gefördert würden. Ein Zuhörer der Samtgemeinderatssitzung machte einen Vorschlag: Statt ein teures Hallenbad in Ankum zu bauen, könne ja das Freibad mit einem beweglichen Cabrio-Dach nachgerüstet werden, das bei ungünstiger Witterung über das Becken gefahren werde.

Auch für solch ein Cabrio-Dach, bedauerte Samtgemeindebürgermeister Horst Baier, sei kein Geld aus dem Programm zu bekommen. Im übrigen habe der Samtgemeinderat sich fesgelegt, zwei Bäderstandorte Ankum und Bersenbrück seien aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll. „Wir werden eine andere Fördermöglichkeit für das Ankumer Hallenbad finden,“ kündigte er an.


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