Appell von Wasserverbandes und Sportfischern Bersenbrück: Hängen Gartenarbeit und Fischsterben zusammen?

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Bersenbrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Wer Unkraut mechanisch entfernt, tut auch etwas gegen die Vergiftung von Gewässern und Grundwasser. Foto: WasserverbandWer Unkraut mechanisch entfernt, tut auch etwas gegen die Vergiftung von Gewässern und Grundwasser. Foto: Wasserverband

Bersenbrück/Alfhausen. Der Dürresommer hat es mit brutaler Deutlichkeit gezeigt: Wer Waschwasser in den Gully kippt oder Unkrautvernichter auf das Pflaster der Garagenauffahrt ausbringt, trägt bei zu Fischsterben und umkippenden Gewässern. Ein Appell des Wasserverbandes Bersenbrück und der Sportfischer.

Den Fischereivereinen falle die Belastung der Gewässer unmittelbar auf, so eine Pressemitteilung des Wasserverbandes. „In diesem Sommer habe ich zahlreiche große, tote Fisch aus dem Alfsee und auch aus dem Regenrückhaltebecken geborgen“, berichtete Clemens Wellbrock, Vorsitzender des Fischereivereins Alfhausen. Köcherfliegen- und Steinfliegenlarven oder Flusskrebse seien bedroht und ihre Populationen rückläufig. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit vermindere sich die Artenvielfalt in den Gewässern. „Besonders betroffen sind Wanderfische wie Aale, Lachse und Bachforellen“, so Wellbrock.

Es komme immer wieder vor, dass in Haushalten unbedacht Putzwasser in den Gully gekippt oder Unkrautvernichtungsmittel auf gepflasterten Flächen verwendet werde, so der Wasserverband. Chemische Unkrautvernichter dürfen auf versiegelten Flächen nicht zum Einsatz kommen. Der Wasserverband Bersenbrück hat sein Kanalnetz als Trennsystem aufgebaut. Regenwasser und Schmutzwasser fließen in zwei unterschiedlichen Kanälen. Mit Pestiziden belastetes Regenwasser, das über die Gullys in die Kanalisation gelangt, wird nicht in den Kläranlagen gereinigt, sondern fließt direkt in ein Gewässer oder in den Untergrund und damit auch ins Grundwasser.

„Unser Regenwasser ist Teil des natürlichen Wasserkreislaufes, der zur Neubildung von Grundwasser beiträgt. Gerade dieser Sommer hat gezeigt, wie wichtig die Grundwasserneubildung für die Trinkwassergewinnung ist. Deshalb ist es erforderlich, das Regenwasser unbelastet von Schadstoffen in den natürlichen Kreislauf zurückzuführen“, ergänzt Ralph-Erik Schaffert, Geschäftsführer des Wasserverbandes.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN