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26.09.2018, 20:01 Uhr GYMNASIALER ZWEIG IN ANKUM

Wo bleibt der Trialog?

Kommentar von Martin Schmitz

August-Benninghaus-Schule. Foto: SchuleAugust-Benninghaus-Schule. Foto: Schule

Bersenbrück/Ankum. Zur Einführung eines gymnasialen Zweigs an der Ankumer Oberschule hat es noch keine konstruktiven Gespräche zwischen den betroffenen Schulen gegeben. Dazu ein Kommentar.

Im Streit um den gymnasialen Zweig an der Ankumer Oberschule setzt die CDU auf Strategien, die sie bereits in der Auseinandersetzung um eine Gesamtschule in Ankum erfolgreich anwendete. Sie spielt auf Zeit, versucht, den Samtgemeinde-Elternrat in Stellung zu bringen und den Fragebogen zur Elternbefragung zu verwässern. Doch die Baier-Unterstützer haben aus ihren taktischen Fehlern von 2014 gelernt, sie verfolgen ihre Linie und bieten der CDU kaum Angriffsfläche.

Wer erwartet hatte, die Samtgemeinde würde die Sommerpause nutzen, um einen Trialog zwischen den drei betroffenen Schulen anzumoderieren, wurde enttäuscht. Das irritiert, denn damit bleibt eine wichtige Frage bislang völlig offen. Wie kann man die Einführung eines gymnasialen Zweiges in Ankum so gestalten, dass die Bersenbrücker Oberschule und das Gymnasium möglichst wenig darunter leiden?

Gut, die Frage wird erst akut, wenn das Ergebnis der Elternbefragung für die Erweiterung der Ankumer Oberschule sprechen würde. Und es gibt ein Fragezeichen, ob derzeit alle Schulleiter gleichermaßen bereit sind, sich einzubringen. Ein Vorstoß der Samtgemeinde könnte aber ihren Anspruch untermauern, die Schullandschaft verträglich gestalten zu wollen.


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