Samtgemeinderat beschließt Umfrage Gymnasialer Zweig in Ankum: Eltern am Zug

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Soll die August-Benninghaus-Schule in Ankum einen gymnasialen Zweig bekommen? Diese Frage beschäftigt nicht nur den Rat der Samtgemeinde Bersenbrück. Symbolfoto: Michael GründelSoll die August-Benninghaus-Schule in Ankum einen gymnasialen Zweig bekommen? Diese Frage beschäftigt nicht nur den Rat der Samtgemeinde Bersenbrück. Symbolfoto: Michael Gründel

Bersenbrück/Ankum. Ende Oktober sollen die Eltern sämtlicher Grundschulkinder in der Samtgemeinde Bersenbrück befragt werden, ob sie einen gymnasialen Mittelstufenzweig an der Ankumer Oberschule wünschen. Der freiwilligen Fragebogenaktion sollen Informationsveranstaltungen vorausgehen.

Dies beschloss der Samtgemeinderat am Dienstagabend in Bersenbrück mit den Stimmen des Bündnisses 2012 gegen die Stimmen der CDU. Zuvor hatten CDU-Vertreter sich dafür ausgesprochen, die Befragung zu schieben, Vertreter des Bündnisses aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaften vertraten die Ansicht, die Zeit sei reif dafür.

Als die August-Benninghaus-Schule im Juni die Diskussion anschob, zeigte sich Detert Brummer-Bange (UWG Ankum) verwundert über die zögerliche Haltung der CDU. Die habe doch selbst vor Jahren schon die gleiche Forderung erhoben, warf er CDU-Vertretern im Bildungsausschuss vor. Die wiederum bestritten das daraufhin im Samtgemeinderat und forderten Beweise. Brummer-Bange fand sie, im Wahlprogramm der Ankumer CDU zur Kommunalwahl 2011.

CDU-Fraktionsprecher Gerd Uphoff und Fraktionsmitglied Michael Johanning fanden den Fragebogen noch nicht ausgereift und forderten eine Verschiebung der Fragenbogenaktion. Die Oberschulen in Ankum und Bersenbrück und das Gymnasiums Bersenbrück seien betroffen und müssten in die Gestaltung einbezogen worden. Außerdem habe der Elternrat der Samtgemeinde noch nicht dazu getagt.

Christian Klütsch (CDU) bot der Fragebogen zu wenig Information, viele Eltern wüssten nicht einmal, dass mit „gymnasialer Zweig“ eine Mittelstufe in Ankum gemeint sei. Nach der der zehnte Klasse müssten die Schüler an eine andere Schule wechseln, um ihr Abitur zu machen.

„Wenn wir uns in einer geschlossen Schullandschaft befänden, müssten wir uns nicht mit der Frage beschäftigen,“ griff Dirk Raming (UWG Ankum) eine Bemerkung Uphoffs auf. Es gebe aber Handlungsbedarf, weil die Samtgemeinde viele Schüler an auswärtige Schulen verliere. Und eine Verzögerung bis zur Dezembersitzung des Samtgemeinderates, wie von der CDU gefordert, würde dazu führen, dass die Samtgemeinde ein Schuljahr Zeit verlieren würde.

Der Fragebogen sei einfach gehalten, würde aber funktionieren und müsse nicht mehr wesentlich geändert werden, so Markus Revermann (Wählergemeinschaft Samtgemeinde). Elisabeth Middelschulte (Die Grünen) ergänzte, er sei formal korrekt und mit der Landesschulverwaltung abgestimmt worden. Die drei betroffenen Schulen seien informiert, Ankums Schulleiterin habe dem Leiter des Gymnasiums Gespräche angeboten, die der aber abgelehnt habe.

Brummer-Bange wies darauf hin, dass es zurzeit keinen Samtgemeinde-Elternrat gebe, den man hätte einbeziehen können, das Gremium werde gerade neu gebildet. Sobald er aber konstituiert sei, werde er in die Angelegenheit einbezogen.

Und was die Informationsdefizite der Eltern betreffe: die zu beseitigen, genau dazu seien die Informationsveranstaltungen in den Grundschulen gedacht.

Samtgemeindebürgermeister Horst Baier ergänzte, dass nicht an allen sieben Grundschulen in der Samtgemeinde eigene Veranstaltungen vorgesehen seien. Vielmehr solle es eine geben für Kettenkamp und Eggermühlen und eine für Bersenbrück und Gehrde. Insgesamt seien fünf Informationsabende geplant, sodass die Eltern genügend Gelegenheiten hätten, eine davon zu besuchen.


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