„Man kann nicht früh genug anfangen“ 10 Jahre „Loslesen“ in Bersenbrück

Von Jana Seibel

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Elisa und Gideon Scholtz beim „Loslesen“ im Medienforum Bersenbrück.Foto: Jana SeibelElisa und Gideon Scholtz beim „Loslesen“ im Medienforum Bersenbrück.Foto: Jana Seibel

Bersenbrück. Seit zehn Jahren nimmt die Bibliothek im Medienforum Bersenbrück an der Aktion „Loslesen“ teil. Aus diesem Anlass war Erzählerin Sabine Meyer vom Erzähltheater Osnabrück im Medienforum zu Gast.

Kinder und ihre Mütter hatten sich dazu im Medienforum eingefunden. Sabine Meyer erzählte zwei Märchen, in denen es um gefräßige Pfannkuchen und lustige Hexen ging.

Das Projekt „Loslesen – mit Büchern wachsen“ wurde 2008 von den sechs hauptamtlich geleiteten Bibliotheken im Osnabrücker Land als erstes bibliothekarisches Netzwerkprojekt dieser Größe ins Leben gerufen, so die Website der Stadtbibliothek Osnabrück. Es nimmt eine Zielgruppe in den Blick, die zuvor in vielen Bibliotheken eher selten mit einem gezielten Angebot angesprochen wurde – nämlich die ganz Kleinen ab zwölf Monaten und deren Eltern.

Das Projekt arbeitet eng zusammen mit der 2010 ins Leben gerufenen Aktion „Lesestart Niedersachsen“. Wissenschaftlich begleitet wird es durch das Niedersächsische Institut für Frühkindliche Bildung und Entwicklung“ (Nifbe) der Universität Osnabrück.

Loslesen soll Kindern bereits in jungen Jahren Lust am Lesen machen, aber auch mit Büchern vertraut machen, sagt dazu Bibliothekarin Jeannette Hammel, im Medienforum. Die Kinder sind zwischen zwölf und 36 Monate alt und treffen sich gemeinsam mit ihren Eltern jeden zweiten Freitag um 10 Uhr im Medienforum Bersenbrück.

20 bis 25 Kinder nehmen jede Woche teil. Barbara Sievers von der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück leitet die Runde.

Loslesen gibt es abgesehen von Osnabrück und Bersenbrück in Georgsmarienhütte, Melle, Fürstenau und Bramsche. Jede dieser Büchereien besitzt eigens eine Kiste mit Büchern, die auf das Alter der Loslesen-Kinder abgestimmt sind.

Selbstverständlich lesen die Kinder nicht selbst. Es geht vielmehr darum, das Buch an sich kennenzulernen, was man damit machen kann und was drin ist. „Man kann nicht früh genug anfangen,“ ermuntert Bibliothekarin Jeannette Hammel. Wenn nicht gerade Bücher entdeckt werden, wird gesungen, gespielt und vorgelesen. Das nächste Loslesen-Treffen beginnt am Freitag, 21. September, um 10 Uhr. jase


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