Gewinn geteilt Schützen lieferten sich unterhaltsame Stadtwette in Bersenbrück

Von Miriam Hiedemann

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mihe Bwersenbrück. Ein abwechslungsreiches Programm erwartete Besucher des Kartoffelmarktes in Bersenbrück: Vereinsmeile, Livemusik und viele Stände. Für gute Unterhaltung sorgte zudem das Duell der Bersenbrücker Schützenvereine bei der Stadtwette. Der Hollandmarkt am Sonntag zog noch einmal viele Besucher an.

Pünktlich zum Austragungsstart der Stadtwette am Samstagnachmittag klärte der Wolkenhimmel auf. Im Duell gegenüber standen sich der Schützenverein von 1850 und die Schützen der Drei Burskupper. Unter der Moderation von Bürgermeister Christian Klütsch und Martin Hülsmann von der Fördergemeinschaft „Aktuelles Bersenbrück“ hatten die Schützen vor der Bühne auf dem Marktplatz einige Aufgaben zu meistern.

Schützenlieder raten

Ob Fuchsschwanzjagd in Kartoffelsäcken, Schützenlieder raten oder Bilderrätsel lösen – die Schützen standen sich in nichts nach. Nur mit dem Zielen klappte es nicht so richtig. Zehn Schützen je Verein mussten mit einer Gummischleuder auf den eigenen Präsidenten zielen und treffen. „Wir bieten demnächst einen VHS-Kurs an“, scherzte Christian Klütsch über die mangelnde Fähigkeit der Schützen das Gummi flutschen zu lassen und mit dem kleinen Bällchen überhaupt irgendwas zu treffen. Großer Jubel als es dann doch einmal klappte. Zumindest einer der Schützen von 1850 hatte das nötige Zielwasser auf und holte den Punkt für seinen Verein.

Echte Brudervereine

Letztlich siegten die Schützen des Vereins von 1850 ganz knapp mit 26 zu 24 Punkten, die den Gewinn freundlicherweise von 1000 Euro mit ihren Duellkonkurrenten teilten. „Wir sind beide Vereine der Stadt Bersenbrück und vertreten die Stadt gleichermaßen nach außen “, so Wolfgang Küthe, Präsident des Schützenvereins von 1850, bei der Siegerehrung. „Das symbolisiert noch einmal, dass die beiden Vereine tatsächlich Brudervereine sind“, freute sich unterdessen Christian Klütsch.

Die Idee für die Stadtwette entstand bereits 2014 als Möglichkeit, die Vereine stärker miteinzubinden, erläuterte Andreas Wiegmann, Vorsitzender der Fördergemeinschaft, die den Kartoffelmarkt organisiert. In diesem Jahr durften sich zum ersten Mal zwei der vier Bersenbrücker Schützenvereine in einem unterhaltsamen Wettkampf messen.

Neu: die Vereinsmeile

Bei überwiegend trockenem Wetter und Spätsommersonne flanierten viele Besucher über die Lindenstraße. Dabei hielt der Kartoffelmarkt nicht nur Stände zur deutschen Knolle bereit, auch viele Vereine waren auf der neuen Vereinsmeile vertreten. Der Fußball-Förderverein Bersenbrück stand mit Kaffee und Kuchen bereit, verkaufte auch Pommes und Bratwurst. Der Schützenverein Asiwa lobte den ersten Bersenbrücker Kartoffelkönig aus und beim Stand des FC Talge gab es für die richtige Schätzung der Anzahl von Kartoffeln im Ball einen Sack der Knolle zu gewinnen.

Guten Zulauf hatte auch die Modellbaulandschaft direkt vor dem Rathaus, die die Jungs der Modellbaufreunde Bersenbrück angelegt hatten. Besonders die junge Generation freute sich hier auch mal mit den kleinen ferngesteuerten Fahrzeugen eifrig baggern und schaufeln zu können.

Hollandmarkt lockte mit vielen Ständen

Am Samstagabend gehörte die Marktplatzbühne den Rockbands. Stanley Spadowskys Clubhouse Band aus Neuenkirchen-Vörden machte den Auftakt. Ordentlich zur Sache ging es danach mit Indierock der Band Caught Indie Act.

Auch der Sonntag überzeugte mit viel Musik und geöffneten Geschäften. Auf der Bramscher Straße lockte zudem der Hollandmarkt viel Gäste an. Die Jungs der niederländischen Marching Band Oelnkapel Oldenzaal waren auch dieses Jahr wieder dabei, um musikalische akzente zu setzen. Daneben ließ auch die Sambatruppe Samba Landaya Stimmung in den Straßen aufkommen, während die Bühne den Bigbands des Gymnasiums Bersenbrück und der IGS Fürstenau gehörte.

Als Veranstaltung, wo miteinander gefeiert werden kann, beschreibt Andreas Wiegmann den seit 1996 stattfindenden Kartoffelmarkt. Und so war es auch.


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