Leben in Würde bis zuletzt Bersenbrücker Hospizverein sucht Helfer

Von Reinhard Rehkamp

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Ulrich Martin und Koordinatorin Anne-Kathrin Kreke-Huser suchen neue Hospizhelfer. Foto: Reinhard RehkampUlrich Martin und Koordinatorin Anne-Kathrin Kreke-Huser suchen neue Hospizhelfer. Foto: Reinhard Rehkamp

Bersenbrück Der Bersenbücker Hospizverein sucht Freiwillige, die nach einer Schulung in die Hospizarbeit einsteigen möchten.

„Wollen sie wagen, ihre persönlichen Grenzen zu erweitern und sich und ihren Mitmenschen etwas Gutes tun? Oder befinden sie sich in einer schwierigen familiären Situation mit kranken Angehörigen am Lebensende, in der sie Hilfe suchen? Was auch immer die Beweggründe sind, es braucht Mut, sich den Anforderungen zu stellen und die Entscheidung zu treffen, sich mit Gleichgesinnten gemeinsam mit diesen wichtigen Themen zu beschäftigen.“ Mit diesem Statement tritt Ulrich Martin an die Öffentlichkeit, Vorsitzender des Bersenbrücker Hospizvereins. In den letzten drei Jahren sei leider kein Kurs für Hospizhelfer zustandegekommen. Ihre Zahl sei erheblich gesunken.

Ehrenamtliche Hospizhelferwerden in kostelosen Schulungen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Mit Besuchen, Gesprächen, Beratung und Unterstützung tragen Hospizhelfer dazu bei, schwerstkranken und sterbenden Menschen ein Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen, zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Sie haben die Persönlichkeit und die Würde des Menschen im Blick. Sie respektieren seine Wünsche und Bedürfnisse, teilen Hoffnungen und Ängste, schenken Zeit.

Helfer bekommen viel zurück

Ob die Hospizhelfer nur schweigend präsent sind, dem Schwerkranken zuhören oder mit ihm reden, Bilder betrachten oder Musik hören, seine Hand halten, der Betroffene erfährt, dass er in seiner schwierigen Lebenssituation nicht allein gelassen ist, sondern Zuwendung bekommt, die ihm gut tut und ermutigen kann, seinen letzten Lebensweg bewusst und selbstbestimmt zu gehen.

Hospizbegleitung beschränkt sich nicht nur auf Todkranke, sondern auch auf die Begleitung von schwer Erkrankten. Das Angebot wird von vielen Personen in Bersenbrück und Umge-bung in Anspruch genommen und durch die Hospizhelfer abgedeckt. Oftmals geht es auch nicht allein um die Begleitung des Kranken, sondern auch um die Unterstützung der Angehörigen, die Tag und Nacht für den Kranken im Einsatz sind.

Es ist wichtig, dass Schwerkranke und Sterbende, zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Oft ist dies nur möglich, wenn ihnen und ihren Angehörigen zusätzliche Unterstützung durch ausgebildete Hospizhelfer angeboten werden kann.

Die ehrenamtlich Tätigen bekommen durch ihren Besuch und Anteilnahme in den Familien selbst sehr viel zurück. So ist Hospizdienst immer ein Geben und Nehmen und ein Lernen voneinander.

Dem Bersenbrücker Hospizverein steht im Alten- und Pflegeheim St.-Josef-Stift an der Hasestraße ein Büro als persönliche Anlaufstelle für die erste Kontaktaufnahme zur Verfügung. Auch wer sich eher vorstellen kann, sich durch Mitarbeit im Vorstand für diese gute Sache zu engagieren, ist hier willkommen.

Im Hospizbüro im St. Josef Stift ist jeden Dienstag von 16 bis 17.30 Uhr die hauptamtliche Einsatzkoordinatorin Anne-Kathrin Kreke-Huser anzutreffen, die seit geraumer Zeit zum Vorstand des Bersenbrücker Hospizvereins zählt. Es können auch Termine unter der Telefonnummer 0160-3464152 vereinbart werden. Der Hospizverein ruft dann schnellst möglich zurück.rr


Wer Interesse an der Hospizarbeit hat, können sich ebenfalls melden. Weitere Informationen zur Hospizarbeit sind auch auf der Homepage www.hospiz-bersenbrueck.de abrufbar.

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