Umbau der B 214 in einem Zug Bersenbrücker Baustellenchaos beunruhigt Ankum

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Vorgeschmack auf die Straßenbaustelle? 2017 ließ das Straßenbauamt auf der B 214 in Ankum eine Hilfsampel aufstellen. Sie sollte Verkehrsflüsse regulieren, die die Bauarbeiten an der B 214 in Bersenbrück auslösten. 2020/21 soll die Bundesstraße auch in Ankum ausgebaut werden. Foto: Thomas OeverhausVorgeschmack auf die Straßenbaustelle? 2017 ließ das Straßenbauamt auf der B 214 in Ankum eine Hilfsampel aufstellen. Sie sollte Verkehrsflüsse regulieren, die die Bauarbeiten an der B 214 in Bersenbrück auslösten. 2020/21 soll die Bundesstraße auch in Ankum ausgebaut werden. Foto: Thomas Oeverhaus

Ankum. Ankum ist beunruhigt über die Begleiterscheinungen, die die monatelange Sperrung der B 214 für Bauarbeiten in Bersenbrück mit sich bringt. Der Ort will sich gründlich vorbereiten auf den Ausbau seiner Ortsdurchfahrt 2020/21.

Dies erklärte Bürgermeister Detert Brummer-Bange (UWG Ankum) in einer Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend. Die verlief sehr harmonisch, die Ratsausschüsse hatten gute Vorarbeit geleistet, einträchtig verabschiedete der Gemeinderat ihre Empfehlungen. Es ging um Verbesserungen am Ankumer See, um Ankum als Fair-Trade-Dorf, die Zukunft des Nikolausmarktes, die Übernahme der Mehrheit an der Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn, das Erscheinungsbild des Ortes im richtigen Leben und im Internet.

Doch wie ein roter Faden zog sich die Diskussion um die Umgestaltung der B 214 durch die Ratssitzung, vom Bürgermeisterbericht bis zur Fragestunde. Die CDU-Fraktion stellte einen Antrag dazu, will genaue Prüfung der Kosten, an denen sich Anlieger beteiligen müssen. Bürgersteig und Parkplätze gehören dazu, lernte ihr Sprecher Andreas Hettwer bei dieser Gelegenheit. Der Radweg aber nicht, weil er wie die Fahrbahn von der niedersächsischen Straßenbaubehörde bezahlt wird.

Keine ortsnahe Umleitung

Die Pläne von der Umgestaltung sind so weit gediehen, dass sie im Frühjahr den Anliegern in drei Versammlungen vorgestellt wurden. Es lassen sich aus ihnen aber noch keine belastbaren Kostenschätzungen ableiten, erklärte Brummer-Bange auf Nachfrage eines Anliegers. Die Baupreise explodieren. Der Bürgermeister rät den Anliegern weiter, etwas Geld für die Anliegerbeiträge anzusparen. Und er hofft, dass das Land Niedersachsen bis dahin die Gebührenordnung so umbaut, das zinsfreie Ratenzahlungen oder ein Skonto bei Sofortbegleichung der Rechnung möglich wären.

Die Kernthese Brummer-Banges: In Bersenbrück zieht sich der Straßenumbau schon über Jahre hin, auch dem diesjährigen Bauabschnitt wird noch ein weiterer folgen. Immer wieder ist die wichtigste Verkehrsader der Stadt über Monate gesperrt, Geschäftsleute beklagen Umsatzrückgänge, Anlieger Fahrzeugkolonnen auf Schleichwegen vor ihrer Haustür. . Aus diesem Grund will Ankum die Umgestaltung seiner Ortsdurchfahrt an einem Stück durchgezogen sehen.

Doch die hätte es in sich. Sie würde „mindestens ein Jahr dauern, je nachdem, wie das Wetter mitspielt“, erklärte Brummer-Bange. Und wenn viele Versorgungsträger aufspringen und in der aufgerissenen Straße neue Leitungen verlegen, dann könnten die Bauarbeiten sich sogar um bis zu sechs Monate verlängern.

Einspurige Baustellen wären kaum machbar, weil der Untergrund erneuert werden soll. Wie in Bersenbrück gibt es auch keine ortsnahen Umleitungsstrecken, die den Fernverkehr aufnehmen könnten. Auf Ankums Einzelhandel kommt eine Durststrecke zu. Die Gemeinde will sich mit den Geschäftsleuten abstimmen, um diese Phase so erträglich wie möglich zu gestalten.

Brummer-Bange kommentierte auch die Nachricht, Netzbetreiber Amprion plane für die Starkstromleitung südlich von Osnabrück überraschend einen anderen Verlauf, um einer teuren Erdverkabelung auszuweichen. Ankum hofft auf die behördliche Überprüfung der Trassenpläne im Altkreis Bersenbrück. Sie soll Amprion zu einer Verkabelung am Ostrand des Ortes zwingen, für die das Unternehmen derzeit keine Notwendigkeit sieht.

Man wolle weiter „im Schulterschluss mit allen Beteiligten einen anderen Trassenverlauf erreichen oder die bestmögliche Erdverkabelung“, erklärte Brummer-Bange.


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