Bei Bedarf könnten sie aber reaktiviert werden Bersenbrück räumt alte Spielplätze ab

Von Sigrid Schüler

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Bersenbrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Bersenbrück. Bersenbrück will zwei kaum genutzte Spielplätze abräumen. Sie könnten aber jederzeit wieder mit neuen Spielgeräten bestückt werden, hieß es im Sozialausschuss der Stadt. Für zwei Spielplätze mit attraktiven neuen Geräten gibt es Pläne. Für einen in den Woltruper Wiesen wird noch ein Platz gesucht.

21 Kinderspielplätze gibt es in Bersenbrück. Der Ausschuss für Soziales, Jugend, Senioren und Sport der Stadt in der Stadt hat sie alle bereist, um sich ein Bild zu machen, welche nicht mehr genutzt werden. Die Spielplätze bedeuten nämlich einen enormen Aufwand für den städtischen Bauhof, erklärte Außenstellenleiter Phil Wesselkämper in der jüngsten Sitzung des Ausschusses am vergangenen Montag. Die Bauhofmitarbeiter müssten die Plätze einmal wöchentlich kontrollieren und darüber ausführliche Protokolle schreiben. Zudem müssten die Flächen gepflegt werden. Ein externer Gutachter unterziehe die Spielplätze jährlich einer sicherheitstechnischen Überprüfung, so Wesselkämper weiter. Die gute Nachricht sei: Es seien keine Mängel festgestellt worden. Allerdings würden nicht mehr alle Spielplätze genutzt, weshalb ein Rückbau denkbar sei.

Der Ausschuss will die betroffenen Plätze aber nicht umnutzen, sondern als Grünflächen belassen. Sollte sich also Bedarf ergeben, könnten sie jederzeit wieder mit neuen Spielgeräten bestückt werden. Der Spielplatz Kolberger Straße solle aufgelöst werden, so der Ausschuss. Das Gleiche gelte für den Spielplatz Danziger Straße. Die alten Geräte können nicht an anderer Stelle weiterverwendet werden, da sie nicht mehr modernen Anforderungen entsprechen und nur am alten Standort Bestandsschutz hatten.

Auf dem Spielplatz Koppelstraße soll die Tischtennisplatte erhalten bleiben. Der Spielplatz Franz-Hecker-Straße wird demontiert, um Platz zu machen für den Bau der Straße „Am Bahndamm“. Nach der Fertigstellung der Stichstraße sei zu überlegen, ob der Platz mit neuen Geräten bestückt werde, so Wesselkämper.

Die Spielplätze Repkamp, Ostlandstraße und Birkenweg sollen erhalten bleiben. Der Spielplatz am Erlengrund soll im nördlichen Bereich „der Natur überlassen“ werden, damit der Bauhof nicht mehr wöchentlich mähen muss. Die beiden Fußballtore sollen an einen anderen Standort kommen.

Oberschule steigt aus

Den geplanten Mehrgenerationenspielplatz beim Amtsgericht wird die Stadt wohl ohne Beteiligung der von-Ravensberg-Schule verwirklichen müssen. Schüler der Bersenbrücker Oberschule hatten das Projekt angeregt und Gestaltungsvorschläge erarbeitet. Weil es in diesem Schuljahr aber keinen Kurs gibt, der sich mit dem Thema auseinandersetzen könnte, hat sich die Schule zurückgezogen. Ein Outdoor-Spielplatz für alle Generationen in der Innenstadt könne Anziehungspunkt nach Feierabend sein, hieß es in der Sitzung. Die Stadtverwaltung soll Kosten ermitteln.

Andrea von der Haar (UWG Bersenbrück) regte an, den für den Heinrichsee an der Priggenhagener Straße angedachten Outdoor-Spielplatz mit ans Amtsgericht zu legen. Der Vorschlag wurde zur Beratung in die Stadtratsfraktionen verwiesen.

Für die Woltruper Wiesen sei momentan noch kein Spielplatz vorgesehen, so Wesselkämper auf die Anfrage einer Zuhörerin. Die Verwaltung suche nach einem Platz. Die Ortsteile Ahausen und Talge dürften bei den Planungen aber nicht vergessen werden, mahnte die Ausschussvorsitzende Heike Menslage (CDU).


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN