Justizfachwirt vielseitiger Beruf Amtsgericht Bersenbrück bildet wieder aus

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Laura Beuke und Sandra Schade (2. und 4. von links) haben am Amtsgericht Bersenbrück eine Ausbildung zum Justifachwirt angetreten. Oliver Sporré, Sandra Bosse und Lisa Küst nahmen sie in Empfang. Foto: Martin SchmitzLaura Beuke und Sandra Schade (2. und 4. von links) haben am Amtsgericht Bersenbrück eine Ausbildung zum Justifachwirt angetreten. Oliver Sporré, Sandra Bosse und Lisa Küst nahmen sie in Empfang. Foto: Martin Schmitz

Bersenbrück Nach mehr als einem Jahrzehnt Pause bildet das Amtsgericht Bersenbrück wieder aus. Auf Laura Beuke und Sara Schade warten vielseitige Aufgaben.

Die Begrüßung war freundlich, berichten die beiden, die aus Börger und aus Twistringen kommen. Für die kommenden anderthalb Jahre werden sie alle Abteilungen des Hauses kennenlernen, darauf freuen sich die beiden schon. Und zwischendurch kommt das Duo mit anderen Azubis seines Fachs in Osnabrück zu zentralen Schulungen zusammen.

Auch Amtsgerichtsdirektor Oliver Sporré freut sich über den Zuwachs, „Wir müsen auf unseren Altersschnitt hier achten“, merkt er trocken an. Erfreulich sei auch, dass das das Bersenbrücker Gericht nach längerer Pause wieder ausbilde.

Ansprechpartner für Ratsuchende

Das war zuletzt 2007 der Fall, fügt Sandra Bosse hinzu. Die Rechtspflegerein ist im Hause Ansprechpartner für die Azubinen. Damals gab es noch zwei Ausbildungsgänge. Geblieben ist die Ausbildung zum Justizfachwirt, eine Vorbereitung auf eine Beamtenlaufbahn, so Bosse. Sie dauert zweieinhalb Jahre und setzt einen mittleren Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss in „einer für den Beruf förderlichen Berufsausbildung“ voraus. Dies kann man auch auf der Website des Oberlandesgerichts Oldenburg nachlesen, an dem Interessenten sich zentral bewerben müssen. „Das Amtsgericht Bersenbrück hilft auch gern mit Auskünften weiter,“ bietet Sporré an. „Und wir können auch Praktika anbieten, um in den Beruf hinzuschnuppern“ fügt Rechtspflegerin Bosse hinzu.

Auf die Praktikanten dürften dann Aufgaben zukommen, wie Beuke und Schade sie gerade kennenlernen. Beide sind übrigens 18 Jahre alt und haben sich nach dem Fachabitur beworben. Justizfachwirte seien in vielen Fällen die Ansprechpartner für diejenigen, die Rat suchen oder etwas vom Gericht wollen, berichten sie. Außerdem schreiben sie die Protokolle der Gerichtsverhandlungen. Überhaupt verwalten sie die Akten des Gerichts mit moderner Technik und fertigen viele seiner Schriftstücke an.

Viele dieser Aufgaben seien mittlerweile in einer Serviceeinheit zusammengefasst, „in der alle Fäden zusammenlaufen,“ ergänzt Sporré.


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