Kolping-Altkleiderdepot geöffnet Kolpingsfamilie Bersenbrück sammelt alte Handys ein

Von Reinhard Rehkamp

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Die Kolpingsfamilie Bersenbrück sammelt alte Handys für den guten Zweck ein. Symbolfoto: Kay Nietfeld/dpaDie Kolpingsfamilie Bersenbrück sammelt alte Handys für den guten Zweck ein. Symbolfoto: Kay Nietfeld/dpa

rr Bersenbrück. In der Kolping-Oase in Bersenbrück kann man nicht nur Altkleider abgeben. Die Kolpingsfamilie Bersenbrück sammelt auch alte Handys ein für Wiederverwendung oder Recycling. Wer sein gebrauchtes Handy hier abgibt, hilft damit in vielfacher Weise.

Das Altkleiderdepot in der Kolping-Oase, Im Dom 14, ist am kommenden Samstag, 15. September, von 10.30 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Ferner ist das Altkleiderdepot geöffnet am 6. und 20. Oktober, wie auch am 3. und 17. November. Die nächste Straßensammlung findet statt am Samstag, 22. September.

Schätzungsweise 124 Millionen ausgediente Handys liegen ungenutzt in deutschen Schubladen. Allein der Wert der darin enthaltenen Rohstoffe liegt bei mehr als 250 Millionen Euro. Missio München nimmt in Kooperation mit dem Unternehmen Mobile Box alte Handys als Spende entgegen. Wiederverwendung hat dabei Vorrang vor Recycling. Alle persönlichen Daten werden mittels herstellereigener Verfahren gelöscht.

Das Kolpingwerk Deutschland unterstützt die Handyspendenaktion von Missio. Im Altkleiderdepot können jetzt auch nicht mehr genutzte Handys abgegeben werden.

Missio und Kolpingwerk machen auf Menschenrechtsverletzungen im Kongo aufmerksam, die viel mit Handys zu tun haben. Im Osten des Kongo kämpfen bewaffnete Milizen um die Bodenschätze in der Region, die für die Fertigung von Elektrogeräten gebraucht werden. Mit ihrem Verkauf finanzieren sie ihre Waffen und den Bürgerkrieg, der Millionen Menschen zu Flüchtlingen macht.

Mit der Handy-Spendenaktion kann jeder etwas gegen Elektroschrott und für den Frieden tun. Das alte Handy abzugeben schont die Ressourcen, schützt die Umwelt, und trägt dazu bei, Menschenrechte zu wahren und den Krieg um Bodenschätze zu beenden. Das wäre auch ein Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen.


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