„Sozialer Tag“ am 23. Oktober Ankumer Schüler suchen Jobs für einen Tag

Von PM, 11.09.2018, 09:31 Uhr
Statt die Schulbank zu drücken, sollen die Schüler der August-Benninghaus-Schule in Ankum am 23. Oktober für einen Tag einer bezahlten Arbeit nachgehen und ihren Lohn spenden. Die Tagesjobs sollen sie sich in den Woche ndavor selbst suchen. Foto: August-Benninghaus-Schule

Ankum. Die August-Benninghaus-Schule in Ankum will ihre Schüler neue Erfahrungen sammeln lassen: Für den 23. Oktober sollen sie sich Tagesjobs suchen und den Lohn für eine gute Sache spenden.

Vor 150 Jahren wurde in Ankums die erste weiterführende Schule gegründet. Dieses Jubiläum soll in der August-Benninghaus-Schule nicht nur gefeiert werden, teilt die Schule mit. Vielmehr möchte die Schulgemeinschaft „vom Geburtstagskuchen abgeben“, Gutes tun und Bedürftigen helfen. Nach den Herbstferien vom 1. bis 12. Oktober werden drei Projekttage stattfinden, darunter ein „Sozialer Tag“, an dem die Schüler aller Jahrgänge bis auf einen ihren Schulalltag gegen einen Arbeitsplatz ihrer Wahl eintauschen und Geld für einen guten Zweck verdienen.

Die Projekttage im Oktober stehen wieder einmal ganz im Sinne des Leitbildes „Mensch sein heißt verantwortlich sein“. Themenvielfalt und -auswahl zeigen, wie fest dieses Leitbild bereits im Schulalltag verankert ist, wie es gelebt wird und wie weitreichend und kreativ der Grundgedanke stets fortgeschrieben und weiterentwickelt wird, heißt es in der Mitteilung der Schule. In allen Jahrgängen würden dazu Projektideen mit unterschiedlichen Schwerpunkte angeboten. Am letzten Projekttag sei auch ein gemeinsames Frühstück vorgesehen.

„Junge Menschen stark machen“

Während sich die Jüngsten aus den Jahrgängen fünf und sechs mit dem Namenspatron August Benninghaus und seinem verantwortungsbewussten Handeln während des Nationalsozialismus beschäftigen, werden in Jahrgang sieben alle Register gezogen, um „junge Menschen stark (zu) machen“. Kinder in Not – auch bei uns, Kinderrechte, Kinderarbeit, aber auch Hilfsorganisationen sind Themen, zu denen recherchiert, informiert und gearbeitet werden soll.

„Schule mit Courage“

Häusliche Gewalt, Kindersoldaten, Abseits vom Leben „unter den Brücken“, straffällig gewordene Menschen, Mein Handy: Ursache für Flucht? – so lauten einige der zahlreichen Subthemen, die in den Klassen neun und zehn auf den Stundenplan kommen. Als Schule mit der Auszeichnung „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ kommt die Ankumer Oberschule ihrer Verpflichtung nach, darauf zu achten, dass alle auch im Alltag gegen Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art vorgehen und respektvoll miteinander umgehen. Auch hierzu wird intensiv gearbeitet.

„Schüler Helfen Leben“

Die ganze Schulgemeinschaft bis auf den Jahrgang acht, der in Bersenbrück an einer Berufsorientierungswoche teilnehmen wird, soll auch einen ganz konkreten Beitrag leisten und für sich und andere Verantwortung übernehmen. Am 23. Oktober findet ein „Sozialer Tag“statt. Für diesen Tag sollen sich zuvor alle Schüler einen bezahlten Job organisieren, um Geld zu verdienen. Sämtliche Einnahmen gehen an die Organisation „Schüler Helfen Leben“, eine Initiative von Jugendlichen für Jugendliche. Diese fördert und betreibt Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa, Jordanien und Deutschland mit den Themenschwerpunkten Antidiskriminierung, Jugendengagement und der Unterstützung von Geflüchteten.

Wenn also jetzt Schüler in Scharen ausschwärmen, um in der Region möglichst gut bezahlte Jobs für einen Tag zu suchen, dann hoffen sie auf Unterstützung aus der Bevölkerung.

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