Charity-Dinner auf Hof Groneick Ankum Leonarta unterstützt Projekte in Nepal

Von Sigrid Schüler

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Stefan Becker von „Back to Life“, Dagmar Grotefent-Pudill und Jacqueline van der Hofstede vom Lionsclub Ankum Leonarta. Foto: Sigrid SchülerStefan Becker von „Back to Life“, Dagmar Grotefent-Pudill und Jacqueline van der Hofstede vom Lionsclub Ankum Leonarta. Foto: Sigrid Schüler

Gehrde. Mit einem Charity-Dinner unterstützte der Lions-Damenclub Ankum Leonarta der Hilfsorganisation „Back to Life“. Auf dem Hof Groneick in Gehrde sprach Stefan Becker über Projekte der Organisation in Indien und Nepal.

Die treibende Kraft der Hilfsorganisation sei die Gründerin Stella Deetjen, so Becker. Sie habe als Touristin in Indien eine Begegnung mit einem leprakranken Bettler gehabt. Deetjen sei erkrankt gewesen und habe mit Leibschmerzen am Ganges gesessen, als der Bettler sie segnete und ihr ihre Schmerzen nahm.

In der Folge habe sich Deetjen viele Jahre für die Bettler engagiert, und es seien in Indien zahlreiche Hilfsprojekte entstanden, Straßenkliniken, in denen Leprakranke ihre Wunden behandeln lassen können und Medikamente gegen ihre Krankheit bekommen. Auch Schulen für die Kinder von Leprakranken und Kinderheime wurden gebaut.

Aktuell fördere „Back to Life“ Projekte in armen Regionen in Nepal, so in Mugu. Die Region ist schwer zugänglich. Der Glaube verbietet es Frauen, ihre Kinder im Haus zu gebären, erklärte Becker. Die Folge: Frauen bekommen ihre Kinder im Stall. Um die Hygiene rund um die Geburt zu verbessern, habe „Back to Life“ i sieben Geburtshäuser gebaut, deren Zahl auf 13 erhöht werden soll. „Bislang sind 800 Babies in den Geburtshäusern zur Welt gekommen, und wir haben noch nie ein Kind verloren.“

Unterricht wichtig

Für die Kinder werden Schulen gebaut. Kleinkredite, mit denen die Einheimischen ein Gewerbe gründen können, werden ebenso unterstützt. Vor allem der Unterricht der Mädchen sei wichtig, da sie selbst später einmal Mütter würden und dann wissen müssten, wie sie ihre Kinder vor Infektionen schützen können.

Den Lionsclub Ankum Leonarta gibt es seit vier Jahren, erklärte Dagmar Grotefent-Pudill, die im vergangenen Jahr Präsidentin war und das Charitydinner gemeinsam mit Jacqueline van der Hofstede organisiert hat. Der Damenclub, zu dem Männer nicht zugelassen sind, habe 25 Mitglieder. Den Namen des Damenclubs erklärt sie so: Vor dem eigentlichen Name stehe immer der Ort, an dem der Club seinen Sitz hat. Der Name „Leonarta“ leite sich vom lateinischen Leo, dem Löwen ab und vom Ort, in dem der Club seinen Sitz hat.

Mitglied können Frauen werden, die sich für andere Menschen engagieren wollen, so Grotefent-Pudill. Teamarbeit sei wichtig, aber neben allem Engagement dürfe auch der Spaß nicht zu kurz kommen, ergänzte Jacqueline van der Hofstede.

Erfreulich sei, dass im Club viele junge Frauen engagiert seien. Das mache alles sehr lebendig. Das Motto der Löwinnen ist „We serve“, wir dienen. „Wir tun das leidenschaftlich für Menschen, die Hilfe brauchen“, sagte Grotefent-Pudill. Präsidentin von Ankum Leonarta ist derzeit Erika Groneick, auf deren Hof das Dinner stattfand.


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