Rund 80 Arbeitnehmer sind betroffen PSA schließt in 2019 seinen Standort im Niedersachsenpark

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Rieste. Der französische Autobauer PSA Peugeot/Citroen schließt im Frühjahr 2019 sein Logistikzentrum im Niedersachsenpark bei Rieste und Neuenkirchen-Vörden. Etwa 80 Arbeitnehmer verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz. Ein Sozialplan ist in Vorbereitung.

Es werde bei den Versorgungslagern wohl „eine Zentralisierung in Bochum geben“, erklärte der Leiter des Logistikzentrums im Niedersachsenpark, Benoit Gaucherand, gegenüber unserer Redaktion. Diese Entscheidung sei ein Teil diverser Umstrukturierungsmaßnahmen im PSA-Konzern. Die Niederlassung in Rieste werde bis Ende März geräumt, so Gaucherand weiter. Sein Unternehmen ist hier auf 20000 Quadratmetern der Hallenmieter. Gebäudebesitzer ist die Point Park Properties GmbH (P3), ein Gewerbeimmobilienanbieter mit Sitz in Frankfurt und Prag.

Belegschaft in Rieste während einer Betriebsversammlung informiert

Die aktuell rund 80 Beschäftigten am Standort Rieste, darunter auch einige Leih- und Zeitarbeiter, werden überwiegend ihren Arbeitsplatz verlieren. Gaucherand kündigte zumindest an, dass schon bald „ein Sozialplan erstellt werden“ solle. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern werden demnach vorbereitet. Aus dem Logistikzentrum im Niedersachsenpark heraus hatte die Belegschaft bisher zum einen PSA-Originalteile an Händler verschickt, zum anderen aber auch die Bestelllisten privater Do-it-yourself-Kunden (über die Internetseite mister-auto.de) abgearbeitet. Warenlieferungen erfolgten von hier aus vor allem in das gesamte Bundesgebiet, aber auch in die Niederlande oder in nordeuropäische Länder.

Die Arbeitnehmer in Rieste waren unlängst während einer Betriebsversammlung offiziell über die Schließungs- und Verlagerungspläne informiert worden. Anschließend gingen selbige Nachrichten auch an die beiden Bürgermeister der Gemeinden Neuenkirchen-Vörden und Rieste raus – an Ansgar Brockmann und Sebastian Hüdepohl (beide CDU). Letztgenannter („Sehr schade und schmerzhaft“) bedauerte die Entscheidung, angesichts der bekannten Situation im PSA-Konzern komme sie aber „nicht ganz überraschend“. Hüdepohl formulierte die Hoffnung, dass die Beschäftigten „in unserer durchaus wirtschaftsstarken Region“ schnell eine neue Beschäftigung finden mögen.

Findet P3 schnell einen Nachmieter für 20000 Quadratmeter?

Ähnlich äußerte sich auch der Geschäftsführer der Niedersachsenpark GmbH, Uwe Schumacher. „Der Rückzug von PSA ist sehr schade, denn wir haben fast zehn Jahre lang sehr gut mit den Verantwortlichen des Logistikzentrums zusammengearbeitet“, ergänzte er. „Ich gehe zudem davon aus, dass P3 vielleicht sogar schon kurzfristig für die Hallen und den Verwaltungstrakt einen Nachmieter präsentieren kann“, so Schumacher zuversichtlich.

Das PSA-Logistikzentrum liegt im interkommunalen Gewerbegebiet Niedersachsenpark an der Nienburger Straße. Foto: Marcus Alwes

Das Gebäude an der Nienburger Straße hatten die Mitarbeiter des Autokonzerns PSA übrigens erst im Frühsommer 2016 bezogen. Es war neu errichtet worden. Zuvor hatte das Team unweit entfernt davon in einem 40000-Quadratmeter-Komplex gearbeitet, den inzwischen der Sportartikelhersteller Adidas im Rahmen einer eigenen Standorterweiterung bezogen hat und für sich nutzt.


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