Rund 950000 Euro Umbaukosten „Neue alte Kita“ St. Katharina in Rieste eingeweiht

Von Ilona Ebenthal

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ieb Rieste. „Was lange währt, wird endlich gut“, brachte es der pastorale Koordinator der Pfarreiengemeinschaft Hasegrund, Matthias Lemper, auf den Punkt. Die Kindertagesstätte St.Katharina in Rieste wurde nach langer Um- und Anbauphase offiziell eingeweiht.

„Eine anstrengende Zeit“, gestand Kita-Leiterin Elisabeth Hülsmann, sei die Bauphase im laufenden Betrieb gewesen. Sie bedankte sich bei allen Unterstützern. Denn manche Eltern luden die Gruppen sogar kurzfristig in den eigenen Garten ein. Aber auch in der unweit entfernt gelegenen Kita Lindenallee – unter Leitung von Yvonne Campe – waren die Kinder zuweilen zu Gast, und selbst die Johannesschule stellte Platz zur Verfügung.

Mit dem Anbau und der Modernisierung sei nun „gut für uns gesorgt“, sagte Hülsmann. Man sei „für die Anforderungen der nächsten Zeit gewappnet“. Eltern, Nachbarn und Gäste durften sich bei einem Rundgang vom neuen Angebot überzeugen. Mit Werkraum, Matschraum, Snoozleraum, einem großen Bewegungsraum und freundlich gestalteten Gruppen- und Mitarbeiterräumen sei die Kita jetzt ausgestattet. So bescheinigte der Erste Samtgemeinderat, Andreas Güttler, der „neuen alten Kita“ einen „modernen und adäquaten Status“.

Die „Spürnasen“ – also die ältesten Kinder der Kita – begrüßten die Gäste mit einem witzigen Lied, das nicht nur dem Bürgermeister und dem Pastor klarmachte: „Im Kindergarten fangen alle mal als kleine Leute an.“ Bürgermeister Sebastian Hüdepohl dankte dem Team der Kita, das „viel mitgemacht“ habe. Er hielt einen Rückblick auf die Kita-Entwicklung der vergangenen vier Jahre und erklärte, bei den Bauarbeiten in St. Katharina habe weder der Termin- noch der Finanzrahmen eingehalten werden können, „wie das so ist bei Altbauten“, denn „immer wieder kam etwas Neues um die Ecke“. Für rund 950000 Euro Baukosten sei nun alles fertig, bis auf – wetterbedingt – die Außenanlagen.

83 Kinder

Unter Hinzunahme des alten Spielplatzes der Siedlung sei aber auch das Außengelände ansprechend geworden. Nach dem Start des Kindergartens mit zwei Gruppen im Jahr 1992 besuchen heute 83 Kinder die Tagesstätte, berichtete er.

Weitere interessante Daten hatte der bauausführende Architekt Wolfgang Frye von der Planwerkstatt Bersenbrück parat. Verbaut wurden unter anderem 6000 Meter elektrische Leitungen, 1600 Meter EDV-Verkabelung, 700 Meter Steuerkabel, 120 Leuchten, 210 Quadratmeter Wand- und Bodenfliesen und 550 Quadratmeter Linoleum als Bodenbelag. Frye lobte die Zusammenarbeit mit dem Riester Bauausschuss. Es sei „nicht alltäglich, so offen kommunizieren zu können“, sagte er. Er dankte den Baufirmen und den Reinigungskräften, die viele Sondereinsätze geleistet hätten.

Pfarrer Jan Wilhelm Witte, Vertreter des Trägers, der St. Johannes-Kirchengemeinde, segnete die Räume mit einer kurzen Andacht ein. Matthias Lemper sagte: „Wir freuen uns über den großen Wurf, der es geworden ist“, nachdem es aber zunächst nicht ausgesehen habe. Das sei jedoch „gut investiertes Geld in die Zukunft unserer Kinder“.


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