Jenjahns Fanherz siegte Seifenkiste aus Kettenkamp kommt ins St.-Pauli-Museum

Von Anita Lennartz

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Ein letztes Bild mit Seifenkiste: Hanno Jenjahn übergab sie 
              in Kettenkamp
               Andy Maleck vom Museumsverein FC St. Pauli. Foto: Karin JenjahnEin letztes Bild mit Seifenkiste: Hanno Jenjahn übergab sie in Kettenkamp Andy Maleck vom Museumsverein FC St. Pauli. Foto: Karin Jenjahn

Kettenkamp/Hamburg. Ein Verein mit so viel bewegender Geschichte wie der FC St. Pauli braucht ein Museum. Dort soll auch ein einzigartiges Ausstellungstück aus Kettenkamp zu bewundern sein: die Seifenkiste, der Familie Jenjahn, ein Rennfahrzeug im St.-Pauli-Design.

In der Gegengerade des Millerntor-Stadions werden gerade neue Räume für das Museum geschaffen. Das Gefährt ist zweimal in den Seifenkistenrennen „Kettenkamp gibt Gas!“ zum Einsatz gekommen. Stilecht zu der Musik „Hells Bells“ von AC/DC wartete im vergangenen April der neunjährige Hanno auf seinen Einsatz und steuerte die Seifenkiste ins Ziel. Nach der Veranstaltung überlegte die Familie dann, die Seifenkiste zu verkaufen und bot sie im Internet an.

Viele Interessenten meldeten sich und zeigten Interesse an dem von Claas Jenjahn selbst gebauten Rennmobil. Auch Andy Maleck vom Verein „1910 – Museum für den FC St. Pauli“, wurde auf die Seifenkiste aufmerksam und schrieb eine E-Mail. Unter dem Motto „Ein Verein wie kein anderer verdient ein Museum wie kein anderes“ kümmert sich der Verein um das St. Pauli Museum.

Das aktuell laufende Museumsprojekt „Museum in Progress“ solle in eine Dauerausstellung umgewandelt werden, schrieb Maleck. Die Eröffnung sei für Oktober 2020 geplant. Dafür könne er sich die Seifenkiste gut als Exponat vorstellen.

Plan geändert

„Wir hatten allerdings viel Zeit und Geld in das Fahrzeug gesteckt“, überlegte Familie Jenjahn. Daher blieb es zunächst beim Plan, die Seifenkiste zu verkaufen. Dies antwortete sie per E-Mail auch und der St.-Paulianer hatte dafür Verständnis. „Aber Ihr könnt ja noch einmal überlegen, ob Ihr lieber das Geld möchtet oder das gute Gefühl.“, schob Maleck nach.

Und damit hatte er die St. Pauli-Fans. Es gab zwar noch einen ernsthaften Interessenten, dem sagte Familie Jenjahn aber ab. Der Hamburger kam nach Kettenkamp und holte das gute Stück ab. Geld konnte der Museumsverein natürlich nicht zahlen, aber für Hanno, auch St. Pauli-Fan und Mitglied im Rabauken-Fan-Club, gab es zwei Bücher über den Verein. Und natürlich für die komplette Familie „das gute Gefühl“, das sich bestimmt auch beim ersten Besuch der Dauerausstellung einstellen wird.


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