Ausschreibung erfolgt später Gehrder Rat macht Weg für neues Baugebiet frei

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24 Grundstücke stehen Bauwilligen im neuen Wohnbaugebiet Felleckenesch in Gehrde zur Verfügung. Foto: Sigrid Schüler/Archiv24 Grundstücke stehen Bauwilligen im neuen Wohnbaugebiet Felleckenesch in Gehrde zur Verfügung. Foto: Sigrid Schüler/Archiv

Gehrde. Das Bebauungsplanverfahren für das neue Wohnbaugebiet Felleckenesch in Gehrde ist abgeschlossen. Am Donnerstag beschloss der Gemeinderat den Bebauungsplan als Satzung. Doch die Bauwilligen müssen sich noch etwas gedulden.

Wie Gehrdes Bürgermeister Günter Vosskamp in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend erklärte, wolle die Gemeinde noch ein paar Wochen warten, ehe die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet öffentlich ausgeschrieben werden.

Die Gemeinde folge damit einem Ratschlag des Planungsbüros, betonte Vosskamp. Die Auftragsbücher der Baufirmen sind derzeit prall gefüllt. Daher sei damit zu rechnen, dass es kaum Reaktionen auf die Ausschreibung gebe, sagte Vosskamp. Oder eben nur zu satten Preisen. „Eine Ausschreibung zum jetzigen Zeitpunkt wäre unklug“, stellte der Bürgermeister klar.

Erst im Herbst sollen die Baufirmen aufgefordert werden, ihre Angebote für die Erschließungsarbeiten im zwei Hektar großen Baugebiet im Süden der Gemeinde abzugeben. „Es ist alles vorbereitet“, sagte Vosskamp, der mit einer späteren Ausschreibung auf bessere Angebote hofft.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass die Erschließungsarbeiten im Frühjahr 2019 abgeschlossen sind, sodass dann die Bauwilligen loslegen können, ihre Eigenheime zu errichten.

Wie teuer die 24 Grundstücke werden, soll auch erst dann entschieden werden, wenn das Ausschreibungsergebnis feststeht. „Wir können überhaupt nicht taxieren, was dabei herauskommt“, sagte Vosskamp, „daher geben wir noch keine Quadratmeterpreise bekannt.“ Michael Lange (Bürgerliste Gehrde) hob hervor, dass die Gemeinde die Grundstücke „nahezu zum Selbstkostenpreis“ anbieten werde.

Einigkeit herrschte darüber, dass die Wärmeversorgung im neuen Wohngebiet über ein Nahwärmenet z erfolgen soll. Die Bauwilligen werden dazu verpflichtet, das Nahwärmenetz zu nutzen. „Nur wenn alle mitmachen, lässt sich das auch wirtschaftlich betreiben“, sagte Axel Meyer zu Drehle (CDU).

Außerdem müssen die künftigen Grundstückseigentümer vor dem Baustart zur Höhenfestlegung Kontakt mit dem Planungsbüro aufnehmen. „Erst dann dürften sie anfangen zu bauen“, stellte Vosskamp klar. Der Landkreis Osnabrück habe im Zuge der Behördenbeteiligung des Bebauungsplanverfahrens darauf hingewiesen, dass den Bauwilligen die Höhe dringend vorgeschrieben werden sollte, damit Straßen- und Gebäudeniveau nicht zu sehr voneinander abweichen.


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