Wandern, Naturschutz, Heimatpflege Wiehengebirgsverband Weser-Ems in der „Plattenkiste“

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Mit Wimpel und Wanderstock: NDR-1-Moderator Sören Olerichs (links) empfing Franz Buitmann, Ulrich Gövert und Helga Hartmann-Pfeiffer in der Sendung Plattenkiste (von links). Foto: NDRMit Wimpel und Wanderstock: NDR-1-Moderator Sören Olerichs (links) empfing Franz Buitmann, Ulrich Gövert und Helga Hartmann-Pfeiffer in der Sendung Plattenkiste (von links). Foto: NDR

Bersenbrück/Eggermühlen Eine dreiköpfige Abordnung des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems hat am Dienstagmittag in der NDR-1-Plattenkiste für eine Stunde das Radioprogramm gestaltet und die vielfältige Arbeit des Verbandes vorgestellt.

Zur Begrüßung hatte Moderator Sören Oelrichs „Das Wandern ist des Müllers Lust“ gepfiffen, ehe er sich mit Präsident Ulrich Gövert aus Eggermühlen, Vizepräsident Franz Buitmann aus Bersenbrück und Geschäftsführerin Helga Hartmann-Pfeiffer aus Bissendorf über die Arbeit des Wiehengebirgsverbandes unterhielt.

Die Gäste waren nicht mit leeren Händen in das Sendestudio gekommen. Stolz präsentierte Ulrich Gövert den Wimpel des Verbandes mit vielen Bändern aus der gesamten Region und einen Wanderstock mit allen Abzeichen der Deutschen Wandertage der vergangenen 30 Jahre. Im Jahr 2011 hatte der Wiehengebirgsverband selbst den Deutschen Wandertag ausgerichtet.

An den diesjährigen Wandertag in Lippe-Detmold erinnerten sich die Gäste gerne und warben für das Wandern. Ulrich Gövert hatte auch gleich einen Routenvorschlag parat. Der Wittekindsweg von Osnabrück nach Porta Westfalica sei das „Sahnehäubchen“ – der schönste Wanderweg, schwärmte Ulrich Gövert, der als junger Mensch in „den Zaubertrank des Wanderns“ gefallen sei. Für Franz Buitmann ist der Weg das Ziel. Bei allem Ehrgeiz ginge es ja auch um die Gesundheit beim Wandern – da spiele es keine Rolle, wie lang der Weg ist. Buitmann berichtete, dass auch junge Menschen mit Urkunden und Abzeichen gewonnen werden sollen, wieder das Lohnende am Wandern zu erkennen. Dafür setze er sich gern ein. Heimatvereine am Ort sind immer gern bereit, den Schulen zu helfen, wenn es um Wanderungen in ihrer Gegend geht.

Auch die Landesregierung habe inzwischen erkannt, dass das Schulwandern zum Kennenlernen der eigenen Heimat wichtig sei, sagten die Gäste. Franz Buitmann, der selbst aus dem Schuldienst, kommt, erzählte, dass die Kinder zuerst stöhnen, doch wenn sie sich nach Jahren wieder treffen, erinnern sie sich gern an die Erlebnisse – umso mehr, je anstrengender es in ihrer Schulzeit beim Wandern war. Er selbst begann 1982 als Hauptjugendwart im Verband. Aber auch im „gesetzten Alter“ könne man noch wandern, darauf besteht er.

Ein wichtiges Thema für den Wiehengebirgsverband ist auch die Heimatpflege. Buitmann ist für seinen Einsatz schon mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Er pflegt die plattdeutsche Sprache. Es gebe Ausdrucksweisen, die auf Plattdeutsch lieb klingen, die man auf Hochdeutsch aber besser nicht benutzt, sagte er.

Wie viele andere Vereine und Verbände habe der Wiehengebirgsverband aber mit Sorgen und Problemen zu kämpfen. Kommunen hätten nicht mehr viel Geld dafür, die Wege zu pflegen. Viele ehrenamtliche Wegewarte seien inzwischen älter geworden. Viele Mitarbeiter seien im „Metall-Alter“, scherzte Ulrich Gövert: Silber im Haar, Gold in den Zähnen. Das mache die Aufgabe, alle Wege in Schuss zu halten, schwierig. Schließlich erstrecke sich das Verbandsgebiet von Wilhelmshaven bis Porta Westfalica. Außerdem sei der Wiehengebirgsverband auch Ansprechpartner, wenn es um Naturschutz, um Eingriffe in Natur und Landschaft sowie um Bebauungspläne geht. pm

Ein Video von der Plattenkiste mit den Vorstandsmitglieder des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems gibt es hier.


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