Auch Chancen für Ampel steigen Hat das Warten auf Zebrastreifen in Gehrde ein Ende?

Von Sigrid Schüler-Juckenack

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Langes Warten auf den Zebrastreifen: Schon im August 2016 (Bild) haben Kinder und Erwachsene für mehr Sicherheit im Gehrder Ortskern demonstriert. Foto: Heinz Benken/ArchivLanges Warten auf den Zebrastreifen: Schon im August 2016 (Bild) haben Kinder und Erwachsene für mehr Sicherheit im Gehrder Ortskern demonstriert. Foto: Heinz Benken/Archiv

Gehrde. Über die Möglichkeit, die Verkehrssicherheit in Gehrde zu erhöhen, beraten die Mitglieder des Gehrder Gemeinderates seit Langem. Das Thema stand auch bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Infrastruktur und Wirtschaft wieder auf der Agenda.

Auf der Bundesstraße 214 in Höhe von Gehrde war kürzlich ein mobiles Blitzgerät aufgestellt worden. In elf Tagen waren eine Vielzahl von Geschwindigkeitsverstößen gemessen worden, was aber noch nicht dazu führe, dass sich an dieser Stelle ein Unfallschwerpunkt finde, erklärte Bürgermeister Günther Voskamp. Allerdings scheint es so, dass wegen der jüngsten Geschwindigkeitsmessungen nun die Aussicht auf eine Regelung mit Bedarfsampeln besteht. Dazu müsse die Gemeinde einen Antrag stellen, erklärte Ratsfrau Ingrid Thesing. Die Empfehlung des Ausschusses an den Rat lautet, dies zu tun und mit dem Landkreis Osnabrück zu klären, ob sich dieser an den Kosten für die Ampel beteiligt.

Die Chancen auf einen Zebrastreifen im Ortskern könnten ebenfalls steigen. Der Bürgertreff, der in Kürze gegenüber vom Gemeindebüro seinen Betrieb aufnehmen wird, werde den Publikumsverkehr in der Langen Straße erhöhen, vermuten die Ausschussmitglieder. Vielleicht führe das dazu, dass ein Zebrastreifen endlich genehmigt werde, so die Hoffnung. Die Ausschussmitglieder votierten dafür, dass bei der Straßenverkehrsbehörde eine Querungshilfe zu beantragen sei.

Bahnhofstraße soll verkehrsberuhigt werden

Für die Gehrder Bahnhofstraße soll es eine Verkehrsberuhigung geben. Bürgermeister Günther Voskamp berichtete, dass es von den Anwohnern seit Jahren Klagen darüber gebe, dass dort zu schnell gefahren werde. In der Tat sei die Bahnhofstraße, obwohl im Außenbereich, sehr dicht bebaut, sodass eine Geschwindigkeitsbegrenzung durchaus gerechtfertigt sei, gab Voskamp zu bedenken. Bei der Samtgemeinde als zuständige Verkehrsbehörde sollen jetzt Gespräche dazu aufgenommen werden.

Schnelles Internet für den Felleckenesch

Eine erfreuliche Neuigkeit für das geplante Wohnbaugebiet Felleckenesch verkündete der Ausschussvorsitzende Axel Meyer zu Drehle: Die Telekom wird das Gebiet mit Glasfaserkabel und damit mit schnellem Internet versorgen. Beim Verkauf der Grundstücke soll der Schwerpunkt bei Interessenten liegen, die ein selbst genutztes Eigenheim planen. In den Verträgen soll festgeschrieben werden, dass spätestens zwei Jahre nach Erwerb eines Grundstücks mit dem Bau eines Hauses begonnen werden muss. Die Grundstückskäufer sollen sich verpflichten, das Haus fünf Jahre selbst zu nutzen.

Zum Thema Betriebsleiterwohnungen in Gewerbegebieten sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig dafür aus, eine Größenbegrenzung von 70 Quadratmetern einzuführen. Damit soll verhindert werden, dass in Gewerbegebieten übermäßig Wohnraum entsteht. Die Flächen in Gewerbegebieten seien knapp und wertvoll, so Ratsfrau Thesing.


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