Geld vom Landschaftsverband 15.000 Euro für Naturschutz- und Bildungszentrum am Alfsee

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Rieste. Am Alfsee soll ein Naturschutz- und Bildungszentrum mit einer Ausstellung entstehen. Die Biologische Station Haseniederung soll das Zentrum betreiben und hat mit Unterstützung der Samtgemeinde Bersenbrück einen Förderantrag beim Landschaftsverband Osnabrücker Land für einen Teil der Ausstellung gestellt. Der Antrag wurde jetzt mit einer Fördersumme von 15.000 Euro bewilligt. Jürgen Christiansen von der Biologischen Station und Samtgemeindebürgermeister Horst Baier freuen sich über die Unterstützung.

Im Ausstellungsbereich „Sagenhaft“ kommen die Besucher in Kontakt mit der Kulturgeschichte der Region. Sessel ermöglichen einen Ausblick über Alfsee und Landschaft und erzählen via Lautsprecher sagenhafte Geschichten aus dem Osnabrücker Nordkreis. Dies schafft einen emotionalen Zugang zur Region und ihren Menschen. (Weiterlesen: Das könnte das Natur- und Umweltbildungszentrum am Alfsee bieten)

Im Ausstellungsbereich „Sagenhaft“ wird auf die Kulturgeschichte der Region eingegangen. Hier wird vorgestellt, was die hier lebenden Menschen als Heimat empfinden und was sie über Jahrhunderte geprägt hat. Als Start für das neue Zentrum eignet sich nichts besser, als die Sagen vorzustellen, die über unendlich viele Generationen weitererzählt worden sind. Dies soll ein Bereich werden, in dem man zur Ruhe kommt, in dem man sich auf die Vergangenheit einlässt. Hier geht es in aller erster Linie um die Menschen des Altkreises Bersenbrück. Die Heimatvereine aus Alfhausen und Rieste sollen bei der Entwicklung der Ausstellungsinhalte aktiv einbezogen werden.

In bequemen Sesseln kann man sich die verschiedenen Sagen der Region erzählen lassen und der Blick schweift dabei nach draußen oder auf virtuell erzeugte Bilder, die zu den einzelnen Geschichten passen. Mit den Sagen haben sich die Menschen früher Dinge erklärt, die so nicht unbedingt zu verstehen waren.

Klassiker sind dabei Erdfalllöcher oder Erdfallseen wie die Alkenkuhle im Heiligenberg oder der Darnsee in Bramsche. Über die Sage der Alkenkuhle wird die Geschichte des Dorfes Alfhausen und vor allem auch die des Kirchbaus hergeleitet. Man erfährt so etwas zur Namensgenese – Alfhausen bedeutet elf Häuser – und wie die Menschen hier vor langer Zeit gelebt haben (22 Kilometer Fußweg für den Hin- und Rückweg zur Kirche nach Merzen).

Es gibt touristisch relevante Orte, die an anderer Stelle in der Ausstellung vorgestellt werden, darüber hinaus gibt es aber auch viele Orte, die für die Menschen der Region eine besondere Bedeutung haben. Solche sollen hier mit ihrer Geschichte und ihren Namen erläutert werden, zum Beispiel Hexenboll, Goldhügel, Mesket oder Pastors Pool.

Wie in jeder Region gibt es auch im Altkreis Bersenbrück Menschen mit besonderer Geschichte, mit besonderen Berufen, die Originale des Bersenbrücker Landes. Sie sind so etwas wie Botschafter der Region und kommen hier zu Wort. Da hier auch auf Menschen verwiesen werden soll, die bereits vor langer Zeit verstorben sind, wird es an dieser Stelle Bilddokumente und Audiotexte geben.

Mit diesem Ausstellungsteil soll laut Baier das Naturschutz- und Bildungszentrum auch für Menschen aus der Region und den Gemeinden Alfhausen und Rieste ein Anlaufpunkt werden. Insbesondere die Kinder aus der Region und die Neubürger können derzeit nirgendwo erfahren, wie früher in der Region gelebt wurde.


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