Wohngruppenkonzept geplant Richtfest beim Neubau des St.-Josef-Stifts Bersenbrück

Von Agatha Buitmann

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Bersenbrück. Zehn Monate nach dem ersten Spatenstich und vier Monate nach der Grundsteinlegung ziert eine Richtkrone den Neubau des Alten- und Pflegeheimes St.-Josef-Stift im Bersenbrücker Stadtzentrum.

Rudi Fissmann, Geschäftsführer der Caritas Nordkreis Pflege, und Jan Wilhelm Witte, Pfarrer der St. Vincentius-Gemeinde, war die Freude über den Neubau des Alten- und Pflegeheims ins Gesicht geschrieben. Aber auch die rund 100 Gäste des Richtfestes freuten sich, besonders natürlich die Bewohner und Mitarbeiter um Leiterin Mechthild Haslöwer und Pflegedienstleiterin Eva-Maria Herrmann.

Witte und Fissmann wiesen darauf hin, dass mit dem Neubau auch ein zeitgemäßes neues Pflege- und Betreuungskonzept umgesetzt werde, nämlich das sogenannte Hausgemeinschaftskonzept. Hier werden in sechs Wohngruppen, fünf Wohngruppen und eine Pflegeoase, die Bewohner im Sinne einer Großfamilie Gemeinschaft erleben, wozu Mitarbeiter behilflich sein werden.

Dank an Planer und Handwerker

Grundsätzlich gelte, dass für den Erfolg eines Vorhabens eine gute Planung Vorbedingung sei, hoben die Redner hervor. Geplant worden sei der Neubau von den Architekten des Stephanswerkes. Aber ebenso sei auch eine gute Umsetzung der Planung für den Erfolg wesentlich, die auch in den Händen des Stephanswerkes liege, besonders in denen von Geschäftsführer Ulrich Saremba und Bauleiter Hubert Schowwe. Nicht zu vergessen seien dabei die einzelnen Fachplaner, der Bauausschuss und der Kapellenausschuss und nicht zuletzt die Handwerker für die jeweiligen Gewerke.

Die Baufirma Triphaus aus Haselünne habe den Rohbau dank einer zeitgemäßen und effektiven Bauweise in rasanter Zeit wachsen lassen. Mit dem Neubau, so hieß es weiter, entstehe mitten in Bersenbrück ein soziales Zentrum.

Kosten belaufen sich auf acht Millionen Euro

Ein Leitspruch der Caritas laute: „Not sehen und handeln!“, insofern habe sich der Caritasverband in besonderer Weise in die Pflicht nehmen lassen. Seinerzeit sei die Geschäftsführung des Alten- und Pflegeheims vom Caritasverband übernommen worden. Bereits vor fast zehn Jahren seien gemeinsam mit dem Caritasverband erste bauliche Planungsüberlegungen angestellt worden, um die Situation in der Altenhilfe in Bersenbrück zu verbessern. Mit der Verbundgründung unter dem Dach der „Caritas Nordkreis Pflege“ wurden die Neubauplanungen erheblich vorangetrieben. Der Caritasverband ist Mitgesellschafter des Nordkreisverbundes und zudem des St.-Josef-Stiftes und unterstützt insoweit auch ganz elementar den Neubau, Caritas-Direktor Franz Loth gelte ein besonderer Dank. Mit Rat und Tat habe auch das Bischöfliche Generalvikariat der Kirchengemeinde hinsichtlich der Finanzierung zur Seite gestanden, immerhin gehe es bei dem Projekt um eine Summe von mehr als acht Millionen Euro.

Wie es Brauch ist, war eine stattliche Richtkrone gebunden worden, Bewohner und Mitarbeiter zeichneten dafür verantwortlich. Unter anfeuernden Rufen der Gäste wurde sie hochgezogen, fachmännisch begleitet von Zimmerleuten der mit den Dachdecker- und Zimmererarbeiten betreuten Firma Senger. Zimmermann Nic Neuenfeld von der Firma Wagemester sprach den Richtspruch.

Kapelle als Ort der Besinnung

Eine kleine Überraschung hielten dann noch Geschäftsführer Saremba und Bauleiter Schowwe vom Stephanswerk für Pfarrer Witte und Geschäftsführer Fissmann bereit: Sie übergaben eine Schaufel und einen Besen, verbunden mit der scherzhaften Aufforderung, regelmäßig im Neubau zu arbeiten, was beide erst einmal nur zur Kenntnis nahmen. Für die musikalische Umrahmung sorgte im Übrigen der Musikverein „Rote Heide“ Bersenbrück unter der Leitung von Daniel Geppert.

Bevor Pfarrer Witte alle zum traditionellen „Richtschmaus“ einlud, wies er noch auf die auch im neuen St.-Josef-Stift vorgesehene Kapelle hin, die als „Ort der Besinnung und des Lebens“ an zentraler Stelle des Neubaus, gleichsam als Herzstück des Hauses, im Geiste des Namenspatrons mit Materialien und Fertigungstechniken, wie sie auch Josef der Zimmermann genutzt hätte, errichtet wird. Künstler Mario Haunhorst erläuterte mit einem Modell die geplante Gestaltung der Kapelle. Die Kirchengemeinde hat einen Eigenanteil von 150.000 Euro aufzubringen, im Gegensatz zum restlichen Bauvorhaben wird die Kapelle ausschließlich aus Spenden und Mitteln der Kirchengemeinde und des Bistums finanziert. Ein Flyer informiert über die Kapelle, Unterstützungsmöglichkeiten können im Pfarrbüro erfragt werden.


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