Haarmann-Stiftung beteiligt sich Geldsegen für Natur- und Umweltbildungszentrum am Alfsee

Von Judith Perez

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Kooperation für den Naturschutz: In Rieste trafen sich Alfsee-Geschäftsführer Anton Harms, Haarmann-Stiftungsmitglied Franz-Josef Hillebrandt, der Stiftungsvorsitzende Antonius Fahnemann, Samtgemeindebürgermeister Horst Baier, Stiftungsmitglied Gert Lehker und Bersenbrücks Wirtschaftsförderer Ewald Beelmann.Foto: Judith PerezKooperation für den Naturschutz: In Rieste trafen sich Alfsee-Geschäftsführer Anton Harms, Haarmann-Stiftungsmitglied Franz-Josef Hillebrandt, der Stiftungsvorsitzende Antonius Fahnemann, Samtgemeindebürgermeister Horst Baier, Stiftungsmitglied Gert Lehker und Bersenbrücks Wirtschaftsförderer Ewald Beelmann.Foto: Judith Perez

jupe Rieste. Die Osnabrücker Haarmann-Stiftung unterstützt die geplante Ausstellung im Natur- und Umweltbildungszentrum (Nuba) am Alfsee mit 20.000 Euro. Sie ist die erste von mehreren angefragten Stiftungen, die nun grünes Licht gibt.

Samtgemeindebürgermeister Horst Baier und Alfsee-Geschäftsführer Anton Harms hoffen, dass andere bald nachziehen werden. „Denn Naturschutz allein reicht nicht, man muss den Menschen auch zeigen, warum das Ganze wichtig ist“, meint Harms.

„Im Frühjahr haben wir hier am Alfsee zwei junge Seeadler gesichtet“, berichtete Bürgermeister Baier stolz beim Treffen mit dem Vorstand der Haarmann-Stiftung im Hotel Piazza. Der Seeadler ist eine von vielen gefährdeten und deshalb geschützten Vogelarten im Naturschutzgebiet Alfsee. „Damit Besucher besser verstehen, warum sie zum Beispiel ihre Hunde an der Leine zu führen haben, soll es nun eine interaktive Ausstellung im Nuba geben“, erklärte Geschäftsführer Harms.

Ausstellung „Vogelwelten“ geplant

„Zurzeit sind wir in der Ausschreibungsphase der Ausstellung, die den Arbeitstitel „Vogelwelten“ trägt. Das Konzept steht, und erste Stellen sind besetzt“, so Baier. So solle es verschiedene Teilbereiche geben. Neben einem allgemeinen Teil über Vögel, in dem es darum gehe, wie sie sich ernähren, brüten und sich orientieren, gehe es um die Vogelarten am Alfsee speziell. Ein weiterer Baustein solle zeigen, wie der Alfsee entstanden ist und wie die Landschaft an diesem Ort früher ausgesehen habe – „also ein Stück Geschichte“, so Baier. Unter der Decke schwebende Vögel aus dem 3-D-Drucker sollen die Besucher in eine emotionale Erlebniswelt entführen.

„Beeindruckt, was hier am Alfsee alles läuft“

Die Haarmann-Stiftung aus Osnabrück setzt sich dafür ein, Natur zu erhalten, Tiere zu schützen und über Umweltbildung das Ganze auch zu kommunizieren. „Deshalb freuen wir uns, die Ausstellung unterstützen zu können“, sagte der Vorstandsvorsitzende Antonius Fahnemann. Er war mit zwei weiteren Vorstandskollegen, Gert Lehker und Franz-Josef Hillebrandt, zum Alfsee gekommen, um sich den geplanten Ausstellungsort, die alte Segelschule auf dem Deich, einmal anzuschauen. „Ich bin beeindruckt, was hier am Alfsee alles läuft“, zeigte sich der Stiftungsvorsitzende überrascht. Umweltbildung sei ein ganz wichtiges Thema und die Stiftung unterstütze auch nachhaltige Projekte an Schulen. „Gerade unterstützen wir eine neue Fledermausabteilung im Osnabrücker Industriemuseum“, so Fahnemann. „Aber auch beim Thema Wildbienen und Blühstreifen sind wir sehr engagiert.“

Für die ebenerdige und damit barrierefreie Vogelausstellung im geplanten Nuba sind Gesamtkosten von rund 660.000 Euro angesetzt. Ein Großteil komme aus dem Europäischen Fonds und aus Landesmitteln, berichtete Baier. Weitere 20.000 Euro steckt nun die Haarmann- Stiftung in das Umweltbildungsprojekt.


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