Erstes Sommer Open Air In Gehrde mit Honk! richtig abgehonkt

Von Bjoern Thienenkamp


Gehrde. Kaffee und Kuchen am Nachmittag, eine Hüpfburg für die Kinder, über Bier, Bratwurst und Cocktails am Abend dann zur langen Partynacht. Aus diesen Bauteilen bestand das „Sommer Open Air“, das Maximilian Koch am Freitag in Gehrde bot. Als Krönung des Abends auf der Bühne: Honk!

Für die ganze Familie hatte Maximilian Koch das Angebot gedacht, und so ging es bereits um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen los, während die Kinder sich auf der Hüpfburg des Deutschen Roten Kreuzes vergnügen konnten. Wenn da einmal etwas passiert wäre, hätte jedenfalls sofort eine erstklassige Versorgung erfolgen können. In Richtung der Abendstunden gab es dann einen fließenden Übergang zu Cola und Bier, wer es bunter mochte, bestellte sich einen farbenfrohen Cocktail. Und auch an den Brutzelbuden gab es eine reichliche Auswahl heißer Leckereien.

Und ein bisschen Techno

DJ Young aus Quakenbrück war es dann, der für die erste Musik vor der Abenddämmerung auf dem Schützenplatzgelände sorgte. „Gespielt wird, was das Publikum mag: Schlager, Ballermann, Rockrunden, Electro, vielleicht ein bisschen Techno“, war für Artur Jung – so der richtige Name – klar. „Ich spiele halt gerne Songwünsche, vielleicht kommen über Whatsapp ja Anfragen“, so der 21-Jährige, der seine Mobilfunkrufnummer eigens dafür ausgehängt hatte. „Honk wird sicher der Zenit sein, mit seiner Mischung aus Ballermann und Techno, hat er doch mit Techno angefangen und ist dann zu Ballermann geschwenkt“, erklärte der Quakenbrücker.

Zwichen Nebel und Schweiwerfern

Gegen 23 Uhr stand er dann auf der Bühne: Honk!. Aufgewachsen in Wetterau hat Jürgen Kadel, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, einst mit Techno. Hier hatte er bereits einige Erfolge – unter anderem in der Türkei. Gleichwohl ist er inzwischen erfolgreich zur Ballermann-Musik gewechselt. Seine Songs tragen Namen wie „Helmut“ oder „So geil auf Malle“. Und natürlich wird im Honk!-Universum bei Konzerten nicht „abgerockt“, sondern „abgehonkt!“.

So war es auch in Gehrde. Jürgen Kadel wirbelte zwischen Nebel und farbigen Scheinwerferstrahlen durch die Nacht, zu Beginn der Geisterstunde verstärkt durch Geburtstagskind Bastian Dieker, den der Ballermann-Star kurzerhand auf die Bühne holte. Dem Publiklum gefiel es, die Stimmung war ausgelassen.

Zwar ist „Honk!“ laut Wikipedia-Definition eine abwertende Bezeichnung für einen dummen Menschen, dumm kam Jürgen Kadel aber natürlich nicht daher. Hinter dem Ballermann-Entertainment steckt wohl eher ein kluger Kopf.

Zufrieden mit der Premiere

Und was sagt Organisator Maximilian Koch zur Premiere des Sommer Open Airs in Gehrde? „Heute am Nachmittag hatte ich mir mehr erhofft, aber es ist ja das erste Jahr“, erklärt der 23-Jährige, der im März die Gaststätte Bungenstock übernommen hat. Am Abend seien alles vollkommen in Ordnung gewesen, der Auftritt von Honk! sei gut besucht gewesen. „Aber man hofft ja immer auf noch mehr“, so Maximilian Koch, der auf die Wirkung von Mund-zu-Mund-Propaganda sowie die sozialen Medien setzt. „Wir haben einen guten Start hingelegt. Ziel ist es, diese Veranstaltung jedes Jahr wieder anzubieten“, betont der 23-Jährige. Besonders gut angekommen sei im Übrigen der Original Langnese-Eiswagen aus den 60er-Jahren mit gutem italienischen Eis. Das habe geschmeckt.


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