Unterwegs in der Kulturhauptstadt Bersenbrücker Heimatfreunde erkunden Leeuwarden

Von Franz Buitmann

Viel zu entdecken gab es für die Teilnehmer der Studienfahrt des Kreisheimatbundes Bersenbrück in Leeuwarden. Vor dem Stadtrundgang hatten sich die Heimatfreunde auf dem „Pannekoekschip“ (im Hintergrund) gestärkt. Foto: Franz BuitmannViel zu entdecken gab es für die Teilnehmer der Studienfahrt des Kreisheimatbundes Bersenbrück in Leeuwarden. Vor dem Stadtrundgang hatten sich die Heimatfreunde auf dem „Pannekoekschip“ (im Hintergrund) gestärkt. Foto: Franz Buitmann

Bersenbrück. Im kommenden Jahr feiert der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) ein Jubiläum. Dann findet die 60. Studienfahrt statt. Die 59. Reise führt die Heimatfreunde in Europas Kulturhauptstadt Leeuwarden.

Dass sich die Studienfahrt des Kreisheimatbundes, die seit 1959 ununterbrochen einmal im Jahr angeboten wird, immer noch großer Beliebtheit erfreut, zeigt die große Teilnehmerzahl. Fast 100 Heimatfreunde machten sich auf den Weg in die Niederlande. Erstes Ziel der vom KHBB-Vorsitzenden Franz Buitmann ausgearbeiteten Tour war das Angerdorf Orvelte im Herzen der Provinz Drenthe. Die monumentalen Bauernhöfe mit Reetdächern und auch die Straßen mit Kopfsteinpflaster sowie die alten Backsteinbauten verleihen dem Ort eine besondere Atmosphäre. Es gibt nicht nur viele museale Gebäude, das Dorf mit den Häusern ist bewohnt und bietet viele Geschäfte und Handwerksbetriebe. Dass an diesem Tag auf dem Gelände des Dorfes ein Bauernmarkt stattfand, gab dem Besuch ein besonderes Gepräge. Da wurde mit einem historischen Dreschkasten gedroschen, auch mit Flegeln wurde im Takt das Getreide wie früher bearbeitet, und eine Tanzgruppe in friesischer Tracht führte Volkstänze vor.

Nächstes Ziel war Leeuwarden, die Kulturhauptstadt Europas 2018 zusammen mit La Valletta auf Malta. Nach dem Mittagessen auf dem „Pannekoekschip“ konnten die Heimatfreunde auf einer Stadtführung die die Hauptstadt der Provinz Friesland näher erkunden. Nach dem Verlust des Meereszugangs hatte die Stadt an Bedeutung verloren, war sie doch von den Seehandelswegen abgeschnitten. Erst im 15. Jahrhundert, als die drei Terpen-Siedlungen zu einer Stadt zusammengelegt und Leeuwarden zum Verwaltungssitz der Provinz Friesland ernannt wurde, ging es wieder aufwärts. Heute ist die Stadt nicht nur Hauptstadt der friesischen Sprache, sondern auch eine Stadt mit einem historischen Kern. Man findet hier typisch niederländische Gässchen und eine Gracht mit kleinen, sich aufbäumenden Brücken. Besonders sehenswert sind die schon im 13. Jahrhundert gegründete „Jacobijnerkerk“, das „Boshuisengasthuis“, ein Zufluchtsort für in Armut lebende Frauen, das stattliche Rathaus an der Hofplein, die alte Handelswaage und ein schiefer Turm.

Weiter ging die Fahrt zum Museum Hindeloopen, direkt am Ijsselmeer gelegen, wo friesisches Leben und friesische Kultur zu sehen war, auch der Ort selbst am Deich war sehenswert. pm


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