Zwischenfall in der Hemke Reggae Jam in Bersenbrück: So wird der Samstag

Von Miriam Heidemann

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Bersenbrück . Nach einer ausgelassenen Nacht mit eindringlichen Klängen und rhythmischen Beats fanden zahlreiche Reggae-Fans am Samstagmittag den Weg zurück in den Bersenbrücker Klostergarten. Auf der Bühne startete Ganjaman in den zweiten Festival-Tag des Reggae Jam 2018 und sorgte für beste Stimmung.

Bersenbrück ist wieder im Reggae-Fieber. Mit unterschiedlichen musikalischen Spielarten von Reggae, Ska und Dancehall Reggae begeisterten die Künstler am Freitag ihr Publikum bis 3 Uhr morgens. Für die meisten Fans war dann noch längst nicht Schluss – sie feierten ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden.

Viel Schlaf dürften die meisten nicht bekommen haben, denn auch der Festivasamstag hält zahlreiche Auftritte internationaler Musiker und Reggae-Größen bereit. Den Auftakt machte, wie es Tradition ist, Ganjaman, Sänger und einer der Moderatoren des Festivals. Auch in diesem Jahr spendierte er seinem Publikum ein kleines Frühstück in Form von Finger-Food.

„Voll schön, dass ihr alle aus den Schlafsäcken hier her gefunden habt! Einen wunderschönen guten Morgen“, begrüßte der Berliner Künstler seine Fans vor der Bühne. Rasch füllte sich der Klostergarten. Mit seiner lebensfrohen Musik brachte er die versammelten Fans schnell zum Jubeln und Tanzen. Er widmete sein Konzert Luna, kürzlich verstorbenes Crewmitglied, um das die Regga-Jam-Familie trauert.

Auf Fans wartete auch am Samstag ein Programm aus Roots Reggae und Dancehall mit Künstlern aus Jamaika, Deutschland und Großbritannien, darunter Reggae-Altstars wie Leroy Sibbles und Wickerman. Höhepunkt des Abends ist die Band Klub Kartell bestehend aus Dellé, Ganjaman, Jahcoustix und Sebastian Sturm. Seit 2016 mischt die Band die Reggae- und Dancehall-Szene ordentlich auf.

Bereicherung für Bersenbrück

Nicht nur bei den Besuchern kommt das Bersenbrücker Festival mit seiner charakteristisch lockeren Atmosphäre sehr gut an. „Die Leute sind alle nett und man trifft viele, die jedes Jahr herkommen“, meint Anwohnerin Hannelore Kröger. Auch Karin Janzing aus Ankum schwärmt von der entspannten Stimmung, der Musik und den unterschiedlichen Leuten von überall her, die hier zusammen kommen.

„Für Bersenbrück ist das Festival eine absolute Bereicherung“, sagt Janzing. Jedes Jahr komme sie her und ist begeistert. „Als Besucher bekommt man ja nicht mit, wie viel Arbeit dahinter steckt. Aber die ganze Kulisse mit dem Klostergarten und der Hase ist natürlich grandios“, so Janzing. Für die beiden Frauen ist klar: Reggae Jam gehört zum Bersenbrücker Sommer dazu.

Schreck in der Abendstunde

Der Freitag endete mit einem Schreck in der späten Abendstunde. Einer Frau fiel beim Gang durch den Stadwald Hemke zum Klostergarten ein armdicker Ast vor die Füße. Vorsichtshalber sperrten die Organisatoren den Weg. Kurz darauf fiel auch noch ein Baum in die Hase, der direkt am Ufer stand und dessen Wurzeln offensichtlich unterspült waren.

THW, Feuerwehr und ein Förster begutachteten am Samstag den Wald und die Bäume bei den Bühnen im Klosterpark. Mit Unterstützung eines DLRG-Tauchers barg das THW den Stamm aus der Hase, die Feuerwehr setzte unter die Ankumer Drehleiter ein, um verdächtige Äste aus den Bäumen zu schneiden, die Besucher hätten gefährden können. Danach wurden Klosterpark und Hemke wieder freigegeben.


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