Das große Eintrommeln Bersenbrück: Samba bringt die Reggae Jam in Schwung

Von Bjoern Thienenkamp


Bersenbrück. Mit Pauken, aber ohne Trompeten, läuteten 30 Trommler der Formation Bloco Sambanale am Donnerstag das Reggae-Jam-Festival in Bersenbrück ein.

Bloco Sambanale ist bekannt durch das Sambanale-Festival in Badbergen. Aus der Badberger Formation Samba Landaya, Sambalaon aus Lohne und weiteren Mitspielern aus Wilhelmshaven, Osnabrück und Bremen bestand die Truppe, mit der Carsten Mohring sich am Donnerstagnachmittag in die pralle Sonne des Bersenbrücker Festivalgeländes wagte. „Wir spielen im Schatten, etwa auf der Brücke, weil es so heiß ist, die klappen mir ja sonst zusammen“, sorgte sich der Anführer um seine Gefolgschaft. Wie die Sambistas an diesen Auftritt gekommen sind? „Wir sind jetzt bereits zum zweiten Mal hier, nachdem Jonas Hartmann vom Campingplatz uns letztes Jahr angesprochen hatte“, antwortete der 52-Jährige. „Wir wurden gefragt, ob wir Lust hätten, an der Campingplatzparade teilzunehmen, an der wohl alle 250 Volontäre mitmarschieren, aber 14 Uhr war uns zu früh, weil wir ja berufstätig sind“, erklärte der Leiter aller Gruppen die daher erfolgte Verlegung auf 18 Uhr.

Publikum tanzt mit

Und so zogen sie dann ordentlich auf die Pauke hauend über das Gelände, wirbelten reichlich Staub vom trockenen Boden auf, verweilten bei Sandwichmaker Steffen Prase, kamen gut beim Publikum an. Die Ausmaße der Formation beeinträchtigte den Fahrzeugverkehr ein wenig, bilden die Musiker ja üblicherweise eben keine Rettungsgasse. „Das macht richtig Spaß, bei so einem Publikum, weil die darauf abfahren“, freute sich Mohring. Weiter ging es hinter das Gymnasium, wo auch Publikum eingebunden wurde. Die beiden 18-jährigen Saskia Rohrschneider und Alina Heimersheim aus Hilden stiegen mit Schelle und Trommel ein. „Ich spiele Bass und Ukulele“, erklärte Rohrschneider ihr Talent. „Das hat Spaß gemacht! Ich habe mal Gitarre gespielt, dafür aber keine Zeit mehr“, sagte Heimersheim über ihren spontanen Einsatz.

Als schwungvolle Tänzer erwiesen sich Jasmin Boinski und ihr Vater René aus Schwarmstedt. „Mega, was die draufhaben“, begeisterte sich der 52-Jährige. „Man kommt mit in den Rausch“, freute sich die 25-Jährige. Und selbst die Pause war schön. Nicht nur für die Musiker, die sich erfrischen konnten, sondern auch für den dreijährigen Daniel aus Ottersberg, probierte der Nachwuchstrommler doch die beiseitegelegten Instrumente der Reihe nach mit wachsender Begeisterung aus.

„Wer etwas Rhythmusgefühl besitzt und schon immer mal trommeln wollte, kann sich gerne bei mir melden und zu einer Schnuppertrommelstunde kommen“, freute sich Mohring auf Zuwachs. Noten- und musikalische Vorkenntnisse seien nicht nötig, Instrumente würden gestellt.


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