Campingidylle und lange Festivalnächte Reggae Jam in Bersenbrück: „Uferparty“ hat begonnen

Von Martin Schmitz


Bersenbrück. Die besten Campingplätze direkt an der Hase in Bersenbrück sind seit Anfang der Woche fest in der Hand der Reggae-Fans. Abends ist hier jetzt schon Party angesagt. Und am Freitagabend beginnt das dreitägige Livekonzert der 25. Reggae Jam.

Zum Jubiläum gönnt sich das Festival eine Plakatausstellung als Extra, den „International Reggae Poster Contest“. Ansonsten soll die Reggae Jam so sein wie immer, „ein Festival zwischen Entschleunigung und Ekstase“, wie es sein Macher Bernd Lagemann einmal formulierte.

Vielleicht noch ein bisschen bunter und dank des Sonnenwetters auch tropischer, was gut zu einer Musikrichtung passen würde, der ursprünglich auf der Karibikinsel Jamaika erfunden wurde. Von dort kommen viele Künstler aus dem Bühnenprogramm, unter ihnen Johnny Osbourne (70), ein Altstar der Reggaemusik, der am Sonntag um 22.30 Uhr auf der Hauptbühne den letzten von mehr als 30 Liveauftritten bestreiten wird.

Grillverbot

Sorgen macht den Veranstaltern die Brandgefahr auf dem ausgedehnten Festivalareal. Die Feuerwehr Bersenbrück hat sich gründlich vorbereitet, Tanks mit Löschwasser am Campinggelände aufgestellt und sogar ein zusätzliches Löschfahrzeug als Reserve aufgetrieben. Auf dem gesamten Gelände gilt Grillverbot.

Eine Woche vor Festivalbeginn ist mitten in der Stadt ein Stück der B 214 für Bauarbeiten voll gesperrt worden, der wichtigsten Ost-West-Durchfahrtstraße. Wer von der Autobahn A 1 kommt, hat kein Problem. Der Anreiseverkehr aus Richtung Süden auf der B 68 wird ab Alfhausen direkt zu den Campingplätzen geführt. Wer aus nördlicher oder westlicher Richtung kommt, wird zur Nordabfahrt der Ortsumgehung der B 68 umgeleitet. Tagesgäste können von dort auch die Parkplätze in der Stadt erreichen und den Haupteingang mit Kasse am Freibad.

Auf Bersenbrück warten lange Nächte. Schon am Donnerstag legen in der „Dub-Area“ auf dem Campingplatz die DJs bis 3 Uhr nachts auf. Ihre Teams, Soundsystems genannt, genießen in der Szene ebenso viel Ansehen wie Sänger und Musiker. Am Freitag gibt es Livemusik von 17.30 Uhr bis 3 Uhr auf dem Hauptplatz, Samstag ebenso, in den drei Dub-Discos geht es an beiden Tagen bis 5 Uhr weiter. Sonntag um Mitternacht beenden die Fans das Festival traditionell mit einem Dank für die Bersenbrücker Gastfreundschaft.


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