Ferienspaß 2018 Nachwuchspiloten beim Modell-Flug-Club Bersenbrück

Von Henning Stricker

So funktioniert’s: Michael Biel (Mitte) und Tochter Emma lassen sich von einem Vereinsmitglied des Modell-Flug-Clubs einen Modellhubschrauber erklären. Foto: Henning StrickerSo funktioniert’s: Michael Biel (Mitte) und Tochter Emma lassen sich von einem Vereinsmitglied des Modell-Flug-Clubs einen Modellhubschrauber erklären. Foto: Henning Stricker

Bersenbrück. Im Rahmen der Ferienspaßaktion hatte der Modell-Flug-Club Bersenbrück am vergangenen Samstag auf sein Vereinsgelände in Ahausen-Sitter eingeladen. Doch der Regen am frühen Nachmittag und die darauffolgenden sommerlichen Temperaturen sorgten nicht gerade für eine rege Resonanz.

Dafür wurden die wenigen Kinder, die sich mit ihren Eltern auf der ländlich gelegenen Anlage zwischen Bersenbrück und Ankum einfanden, umso intensiver in das faszinierende und vor allem vielfältige Hobby Modellflug eingewiesen.

Denn wer sich mit dem Modellfliegen eingehender beschäftigt wird feststellen, dass es nicht nur um das reine „fliegen lassen“ eines Modellflugzeuges geht. „Man hat hier Einblicke in ein vielfältiges Themengebiet“, so der Vereinsvorsitzende Reinhard Fleddermann. „Man muss sich nicht nur mit dem teilweise sehr filigranen Modellbau auseinandersetzen, sondern man beschäftigt sich auch mit Physik, mit Elektrik, mit Verbrennungsmotoren und vor allem mit dem Laptop und der entsprechenden Software, um die richtigen Einstellungen an den Servomotoren für die Steuerung zu programmieren“, so der zweite Vorsitzende Michael Günther.

Rasante Hubschrauber-Flugshows

Vielfältig ist aber auch die Palette an Fluggeräten. „Vom Einsteigerflugzeug aus Styropor mit Elektromotor über Segelflieger aus Holz mit Elektroantrieb für den Aufstieg, mit Verbrennungsmotoren angetriebene Doppeldecker sowie Hubschrauber und Fluggeräte mit Düsenantrieb ist hier bei unseren Vereinsmitgliedern alles vorhanden“, so Reinhard Fleddermann weiter.

Und während einige Ferienspaßkinder die Modelle bestaunten oder die rasanten Hubschrauber-Flugshows verfolgten, probierten andere mit dem Jugendwart des Vereins, Olaf Bittmann, den Modellflug live aus. Dafür hatte Bittmann ein stabiles Flugzeug aus Styropor mit Elektroantrieb parat. Dieses konnte mit zwei Fernsteuerungen bedient werden. Nach einer kurzen Einweisung konnten die jungen Piloten, aber auch deren Väter, das Modell selber fliegen. Dazu brauchte Olaf Bittmann mittels Tastendruck nur die Steuerungsmöglichkeiten von seiner Master-Fernbedienung auf die Fernbedienung des Flugschülers übertragen. In brenzligen Situationen hätte Bittmann mit seiner Fernsteuerung wieder sofort die Kontrolle über das Fluggerät übernehmen können.

Einsteigermodelle ab 250 Euro zu haben

Über die Modellbau AG am Gymnasium Bersenbrück und die Ferienspaßaktion im vergangenen Jahr ist Daniel Robbe zum Modellflug gekommen. Mittlerweile kann der 13-Jährige schon mehrere Modellflugzeuge sein Eigentum nennen, die er regelmäßig auf der Vereinsanlage aufsteigen lässt und von diesem Hobby ganz begeistert ist.

„Das Modellfliegen kann ein teures Hobby sein, muss es aber nicht“, wie Fleddermann und Günther betonen. „Ein Einsteigermodell plus Fernbedienung und vielleicht noch Ersatzakkus sind zusammen schon ab 250 Euro zu bekommen. Wer natürlich irgendwann ein etwas größeres oder anderes Flugmodell wie zum Beispiel einen Hubschrauber haben möchte, ist dann natürlich schon fix bei 2500 Euro“, so die beiden Vorsitzenden zum Schluss. Der Autor wäre übrigens auch noch in den Genuss einer Fluglehreinheit gekommen, wenn da nicht kurz vor Abschluss der Ferienspaßaktion die Gewitterfront über den Nordkreis gezogen wäre...


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