Ferienspaß 2018 Bersenbrücker Ferienkinder gehen lieber ins Freibad

Von Catharina Hövermann


cah Bersenbrück. 36 Grad, und es soll noch heißer werden: Der schwüle Sommer hat auch Auswirkungen auf den Ferienspaß. So fallen in der Region aufgrund geringer Resonanz viele Ferienspaßaktionen aus.

Ob Schnitzeljagd im Freien, Skaten auf einer erhitzten Anlage oder Schnuppertennis – wirklich Abkühlung verschafft bei diesem Wetter wohl nur das Freibad oder die Eisdiele. Das ist schade um die Planung und Vorbereitung, die die Veranstalter in die Aktionen investiert haben.

Auch die Teilnahme am Spiel-, Sport- und Spaßprogramm der Heilpädagogischen Hilfe (HpH) Bersenbrück für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung fällt an diesem Tag gering aus. „Die Kinder und Jugendlichen, die sich bei uns angemeldet haben, haben sich wohl im letzten Moment doch noch für das Freibad entschieden“, erklärt Veranstalterin Annette Meer-Freitag. So liegt es letztendlich an Philipp, Oberschüler der Paul-Moor-Schule und Bewohner der Behinderten-Wohngemeinschaft „CampHus“, mit seiner Betreuerin Lisa Hayn das Beste aus der Ferienspaßaktion herauszuholen.

Begeisterung für den Sport

Und wie ihm das gelingt! Der 16-Jährige kann sich für alle möglichen Sportarten begeistern und beteiligt sich auch am Reha-Sport in Bramsche, den Übungsleiterin Meer-Freitag organisiert. „Wenn es um Bewegung und Sport geht, ist Philipp immer dabei“, erklärt seine Betreuerin. An diesem Nachmittag spielen die beiden in der Gymnastikhalle der Heilpädagogischen Hilfe Fußball.

Im vergangenen Jahr wurde das integrative Sportangebot der HpH zum ersten Mal angeboten. Dabei solle es vor allem darum gehen, Hemmschwellen gegenüber geistig und körperlich Behinderten zu beseitigen und in der gemeinsam betriebenen Sportaktivität ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln. Denn Sport fördere bei Kindern – ob mit oder ohne Beeinträchtigung – die Ausdauer, Geschicklichkeit, Beweglichkeit und auch das Selbstvertrauen. „Wir bieten unter anderem Ballsportarten, Wettspiele, Parcours, Kegeln, Inlineskaten oder Würfelspiele an. Das richtet sich ganz nach dem Interesse der Kinder und Jugendlichen.“

Weitere Termine für integratives Angebot

Seit zehn Jahren ist Meer-Freitag nun in der Heilpädagogischen Hilfe tätig. In Hannover hat sie einen Übungsleiter-Schein für Neurologie, Orthopädie und psychisch Erkrankte sowie in Bersenbrück einen Reha-Schein für intellektuell Beeinträchtigte erworben. Seitdem organisiert sie auch außerhalb der Ferienspaßaktionen regelmäßigen Rehabilitationssport in Bersenbrück und Bramsche. So gibt es in der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen Bersenbrück die Möglichkeit, den Rollstuhl als Sportgerät auch für Fußgänger auszuprobieren.

Für das integrative Sport-, Spiel- und Spaßprogramm stehen noch zwei von insgesamt vier Terminen in den Sommerferien aus. Am 31. Juli und am 2. August von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr können sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung durch den Breitensport austoben.

Anregungen, Wünsche oder Fragen? E-Mail: ferienspass@bersenbruecker-kreisblatt.de


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