Bis zu 1500 Kubikmeter pro Stunde Wasserwerke im Altkreis Bersenbrück laufen rund um die Uhr

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Auf das Bewässern von Rasenflächen sollten Verbraucher wegen des zurzeit hohen Wasserbedarfs verzichten, sagt der Wasserverband Bersenbrück.Symbolfoto: Michael GründelAuf das Bewässern von Rasenflächen sollten Verbraucher wegen des zurzeit hohen Wasserbedarfs verzichten, sagt der Wasserverband Bersenbrück.Symbolfoto: Michael Gründel

pm/cg AltkreisBersenbrück. Der Wasserverband (WV) Bersenbrück appelliert angesichts der Trockenheit an die Einwohner im Altkreis Bersenbrück, verantwortungsbewusst mit dem Trinkwasser umzugehen. Beete bewässern, Rasen sprengen und Pools zu befüllen gehört nach Ansicht des Wasserversorgers im Moment nicht dazu. „Das sollten Verbraucher beherzigen“, sagt Helga Suhre, Sprecherin des Wasserverbandes Bersenbrück, im Gespräch.

Im Verbandsgebiet sind die Trinkwasserabgaben laut WV seit Wochen „extrem hoch“. Die Wasserwerke liefen zurzeit rund um die Uhr und gäben das Trinkwasser fast vollständig direkt ins Versorgungsnetz ab, sodass die sechs Hochbehälter und der Tiefbehälter Lechterke als Reservepuffer in den Nachtstunden kaum noch zu befüllen seien. In der verbrauchsärmeren Zeit, zwischen 1 und 6 Uhr, sei das sonst möglich, im Moment allerdings nicht. „Normalerweise reicht die Befüllung der Hochbehälter für einen Tag, um die Versorgung mit Trinkwasser sicherzustellen. Solche Spitzenlasten wie im Moment haben wir in der Vergangenheit noch nie über einen solch langen Zeitraum verzeichnet. Die Trockenheit, die seit Anfang Mai anhält, ist zudem in die Hauptvegetationszeit gefallen“, wird WV-Geschäftsführer Ralph-Erik Schaffert in einer Mitteilung des Verbandes zitiert.

Besonder hoher Verbrauch zwischen 17 und 23 Uhr

Die Spitzenabgaben verzeichnet der Verband derzeit zwischen 17 und 23 Uhr. Die Wasserabgabe liegt dabei 80 Prozent über dem durchschnittlichen täglichen Verbrauch und erreicht stündliche Abgaben von mehr als 1500 Kubikmeter. Das sind 1,5 Millionen Liter Trinkwasser, die innerhalb einer Stunde durch das Versorgungsnetz fließen. Die Wasserwerke arbeiten also unter Volllast, wie zum Beispiel das Werk in Ohrte. Hier kann unter normalen Umständen 500 Kubikmeter Trinkwasser pro Stunde abgegeben werden, „in Spitzenzeiten waren es auch schon 900 Kubikmeter“, berichtet Helga Suhre.

Schaffert: Förderleistung der Wasserwerke ist begrenzt

Der Wasserverband Bersenbrück appelliert noch einmal dringend an die Bevölkerung, auf das Rasensprengen und die Pool-Befüllung zu verzichten. „Es mag paradox klingen, wenn wir betonen, dass wir genug Wasser haben, und trotzdem zum sorgsamen Umgang aufrufen. Doch die Förderleistung der Wasserwerke ist begrenzt und nicht auf diesen drastischen Anstieg des Wasserverbrauches ausgelegt.“ Wasserwerke und Leitungsnetz stießen an ihre hydraulischen Grenzen. Die Gefahr von Druckschwankungen bestehe nach wie vor. Durch die erhöhte Durchflussgeschwindigkeit könne es außerdem zu Trübungen des Wassers kommen, so Geschäftsführer Schaffert.


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