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Auch die zweite Nacht war tropisch Eggermühlen: Mondnacht bis zum Kehraus

Von Björn Thienenkamp

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Eggermühlen. Bei nächtlichen 19 Grad Celsius hatte die zweite „Mondnacht auf Hawaii“ genau die Temperatur, die eine Südsee-Party braucht. Die Freifläche des Gasthofes Böhmann in Eggermühlen bekam reichlich Zulauf und auch die beiden Zelte waren erneut gut gefüllt.

Zunächst zum aufblasbaren Astronauten, der stets aus der Luke über dem Böhmann-Schriftzug klettert, in der ersten Mondnacht vergangene Woche aber eben nicht: Er war schlichtweg vergessen worden und hat seinen Posten wieder eingenommen.

Auffällig bei der Gästeschar, die in der zweiten Mondnacht wiederum größer war als in der ersten: Gehäuft liefen Frauengruppen in einheitlicher Aufmachung herum, eignet sich die Mondnacht doch auch stets hervorragend zu Junggesellinnen-Abschieden.

Julia Kirchner aus Georgsmarienhütte etwa war mit einem Dutzend Mädels unterwegs, die aus einer Georgsmarienhütter und zwei Berger Cliquen stammen. Standesamtlich mit ihrem Christian bereits verheiratet, sieht die 33-Jährige nun ihrer kirchlichen Trauung im April entgegen.

Als die Braut, die sich was traut, fiel Ellen Siefke auf, die in zwei Wochen ihren Sebastian Heuer heiraten wird, stand die 24-Jährige mit ihrer Braut-Schärpe doch recht überraschend bei der Top 40-Band Smile auf der Bühne und sang Mikrofon – gar nicht mal so schlecht.

Im Zelt dahinter, in der Club-Area, zappelten DJ Fuego und DJ Max am Mischpult herum und übertrugen ihren Bewegungsdrang mittels kräftiger Lautsprecheranlage auf ihr Partyvolk.

Ein fotoscheuer Macher

Was DJ Fuego die Mondnacht bedeutet? „Das ist mein Zuhause, meine Familie, die Böhmanns sind Freunde, nicht lediglich Geschäftspartner“, sprudelte die Antwort aus dem 35-Jährigen heraus. Der Lingener habe bei seiner Tour „Operation Abriss“ 50 Termine ab tausend Leute im kompletten Weser-Ems-Bereich im Jahr, betreibe auch die Hauptbühne beim „Heeder See in Flammen“ mit erwarteten 15000 Teilnehmern am 4. August auf Emslands größter Strandpromenade. „Aber wenn ich zur Mondnacht komme, ist es wie nach Hause zu kommen“, lächelte er.

Was ist sein Erfolgsgeheimnis? „Zu unterhalten ist gar nicht so einfach, jeder Abend, jedes Publikum ist unterschiedlich“, antwortete DJ Fuego. „Eine Geheimformel gibt es auch nicht, sonst könnte es ja jeder machen, es ist wohl mehr die Leidenschaft“, erklärte er smart. „Seitdem ich 17 bin, zeige ich die volle Leidenschaft, dann kann ich die Leute auch mitnehmen, da werden Energien freigesetzt und kommen bei der Mondnacht tausendfach zurück“, schwärmte der Musikmacher.

Draußen am Friesenweg, wo das DJ Team Nordbox für basshaltige Beschallung und der Eventcaterer Mr. Burns für Streetfood sorgte, kümmerte sich Hubert Böhmann derweil um seine Gäste. Obwohl der Mondnacht-Macher aus dem Start-Jahr 1963 seit nunmehr 55 stets in erster Reihe dabei ist, mag der 77-Jährige mit seinem Hawaii-Hemd eigentlich nicht fotografiert werden. Nur mit ihrem besonderen Charme gelang es Bettina Albers, Susanne Kasper und Andrea Knetsch dann aber doch, den Hawaii-Hubert mit auf ein Foto zu bekommen.


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