Bersenbrücker Bündnis 2016 Kinderbecken im Nortruper Freibad als Vorbild für SG Bersenbrück

Von Martin Schmitz

Das Kinderbecken im Nortruper Freibad besichtigten Mitglieder des Bündnisses 2016 im Bersenbrücker Samtgemeinderat. Foto: BündnisDas Kinderbecken im Nortruper Freibad besichtigten Mitglieder des Bündnisses 2016 im Bersenbrücker Samtgemeinderat. Foto: Bündnis

Nortrup/Bersenbrück. Wie kommt die Samtgemeinde Bersenbrück günstig an ein Kinderbecken im Bersenbrücker Freibad? Mitglieder des Bündnis 2016 im Samtgemeinderat erkundigten sich im Nortruper Freibad.

2011 baute die Samtgemeinde ein neues Gebäude für das Freibad in Bersenbrück, in denen Umkleiden, Bistrocafé und ein Teil der Schwimmbadtechnik untergebracht sind. Das Kinderbecken musste diesem Bau weichen, Ersatz war nicht vorgesehen. Seitdem gibt es lediglich eine kleine Wasserbaustelle, mit der Kinder sich beschäftigen können, die für das Nichtschwimmerbecken noch zu klein sind.

Vor einigen Monaten überraschte das Bündnis 2016, in dem SPD, Grüne und mehrere Wählergemeinschaften im Samtgemeinderat zusammenarbeiten, mit einem Antrag, dass ein neues Kinderbecken hermüsse, und zwar möglichst bis zu Beginn der Freibadsaison 2019.

Ersten Schätzungen zufolge sollte dieses Becken 20000 Euro kosten. Ein Gutachter machte dann einen Vorschlag , der sogar 575.000 Euro hätte kosten können.

Kinderbecken zieht Familien an

Auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, was wirklich notwendig ist und gebraucht wird, und wie man die Kosten deutlich unter 200.000 Euro drücken könnte, sahen sich Mitglieder des Bündnisses 2016 im Nortruper Schwimmbad um. Dort hatte sich 2012 ein Förderverein gebildet, um das Kinderbecken zu erneuern, das die Samtgemeinde Artland aus Kostengründen zuvor stillgelegt hatte. Zur Saison 2013 gab es ein runderneuertes Becken, dank der Hilfe des Vereins kostete die Sanierung nur 100.000 Euro. Die Samtgemeinde Artland und die Gemeinde Nortrup teilten sich die Summe.

Das Nortruper Bad werde auch von Familien aus der Samtgemeinde Bersenbrück genutzt, nicht zuletzt wegen des Kinderbeckens. Dies erklärte laut einer Pressemitteilung des Bündnisses in Nortrup Schwimmmeisterin Bianca Schnieders den Besuchern. Wichtig sei ausreichende Beschattung des Beckens, damit sich Kinder längere Zeit im Wasser aufhalten könnten. Ferner müsse die Temperatur stimmen und das Wasser regelmäßig gereinigt werden. Kleinkinder könnten sich mit Eimern oder anderem mitgebrachtem Spielzeug gut beschäftigen. Wichtiger als fest installierte Spielmöglichkeiten sei ein geschützter ausreichend flacher Wasserbereich.

Das Bündnis kündigte weitere Besuche in Schwimmbädern an, um sich kundig zu machen.


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