„Man fühlt sich heimisch“ Gelungener Auftakt zum Talge Open Air am Freitagabend

Von Miriam Heidemann

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Bersenbrück-Talge. Bestes Sommerwetter, kaltes Bier und gute Musik – fünf Acts starteten mit einer gehörigen Portion Punk-Rock am ersten Festival-Tag beim 24. Talge Open Air durch. Weiter geht es am Samstagabend mit fünf weiteren Bands.

Der Bass sitzt und einprägsame Gitarren-Riffs machen Lust auf lauter, schneller, härter. „Ich hoffe, ihr habt Bock!“, ruft Frontmann Claus Pütz von Massendefekt zu später Stunde in die Menge. Und die Menge rockt. Gut 700 Rock-Fans feierten am Freitag auf Talge den Start ins Festival-Wochenende.

„Das Programm kommt super gut an“, sagt Guido Remmert von der Agentur „Zukunftsmusik“ über den ersten Abend. Seit fünf Jahren organisiert „Zukunftsmusik“ das Talge Open Air. „Wir sind zufrieden und auch die Bands sind alle in guter Stimmung“, zeigte sich Remmert erfreut über die positive Resonanz. (Weiterlesen: Worauf sich die Besucher beim Talge Open Air freuen können)

Ein Abend, fünf Acts

Mit Melodic Punk-Rock eröffnete die noch junge Band Shoreline den Abend. Die vier Jungs aus Münster zeigten, was sie drauf haben. Einen ganz eigenen Stil, der irgendwo zwischen Indie-Rock und Post-Punk liegt, haben Kann Karate aus Berlin. „Kein Schatten ohne Licht für dich“, schreit Leadsänger Eric ins Mikro, um den ersten Song anzustimmen. Mit starker Bühnenpräsenz, deutschen Songs und mitreißenden Rock-Sounds heizten die vier Berliner Bandkollegen richtig ein. Der Song „Licht“ lockte die Fans nach vorne. Frontmann Eric sprang prompt von der Bühne und rockte mit den Fans um die Wette.

Mit Post-Punk starteten auch die Band Love A richtig durch, die mit klaren Sounds und unverwechselbarem Gesang das Publikum überzeugte. Je später die Stunde umso voller der Platz vor der Bühne. Fjørt zog die Massen an. Mit eindringlichen Beats und dynamischen Gitarrensounds begeisterte die Band zu später Stunde.

Jedes Jahr dabei

Unter den Festival-Besuchern sind einige bekannte Gesichter, die jedes Jahr auf dem Talge Open Air anzutreffen sind. Schon seit 18 Jahren kommt Markus Hollenhorst mit einer Truppe von gut zehn Leuten aus dem Münsterland und nördlichem Ruhrgebiet nach Talge. „Das besondere ist die Atmosphäre und dass man jedes Jahr bekannte Leute wieder trifft, die man nur hier sieht“, sagt Hollenhorst. Die Truppe hat bereits seit Jahren ihren festen Platz auf dem Campinggelände und spielt ebenfalls beim Kleinhirn-Fußballturnier am Samstagnachmittag mit – wenn auch, wie der Bochumer einräumt, mit mäßigem Erfolg. Doch es gehe um den Spaß und darum, gemeinsam Zeit zu verbringen. „Man kommt hier her und fühlt sich heimisch“, so Hollenhorst. Gerade die dörfliche Atmosphäre mache den Reiz des Talger Festivals aus.

Viele der Camper kommen seit Jahren nach Talge – nicht nur aus der Ferne, sondern auch aus der näheren Umgebung. „Wie sind hier wegen den Leuten und dem Festival-Feeling“, so der 24-jährige Bastian aus Bersenbrück. „Das Gemeinschaftsgefühl überwiegt“, ergänzt Kumpel Phillip.

Massendefekt statt Adam Angst

Den Abschluss des Abends gestaltete Headliner Massendefekt. Mit deutschen Texten und einfallsreichem Sound gaben die Punk-Rocker nochmal ordentlich Gas. Die vier Jungs aus Meerbusch beschreiben ihren Stil als Punk & Roll. Fans rockten vor der Bühne bis tief in die Nacht. Dabei war die Band kurzfristig für Adam Angst eingesprungen, die durch den krankheitsbedingten Ausfall ihres Leadsängers nicht spielen konnte. „Wir haben natürlich auch ein schlechtes Gewissen, wenn wir gerade als Headliner absagen müssen. Doch es ging einfach nicht anders“, sagt Bassist Christian Kruse von Adam Angst, der trotzdem als Festival-Gast in Talge anzutreffen war. „Wenn wir nochmal eingeladen werden, würden wir sicher nochmal nach Talge kommen“, so Kruse.

Kleinhirnturnier und fünf Bands am Samstag

Weiter geht das Festival-Wochenende Samstagnachmittag mit dem Kleinhirn-Fußballturnier, wo sich Fußballfans unter den Festival-Besuchern ordentlich auspowern können. Der Abend hält dann weitere fünf Bands bereit, um bis in den Morgen gemeinsam abzurocken.


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