Andrea und Günter Brinkmann eröffnen am 25. Juli Talges Urkneipe „Zum munteren Reh“ wird Kostbar

Von Björn Thienenkamp

Das Namensschild hängt bereits über dem Eingang. Am 25. Juli soll das „Muntere Reh“ in Talge als „Kostbar“ durchstarten. Foto: Björn ThienenkampDas Namensschild hängt bereits über dem Eingang. Am 25. Juli soll das „Muntere Reh“ in Talge als „Kostbar“ durchstarten. Foto: Björn Thienenkamp

Bersenbrück-Talge. Aus Talges Traditionskneipe „Zum munteren Reh“ soll die „Kostbar“ werden. Am 25. Juli wollen Andrea und Günter Brinkmann eröffnen, 14 Tage später als geplant.

Rund 17 Jahre lang war Klaus Esch mit seiner Gaststätte „Zum munteren Reh“ in der Bersenbrück-Talge der Treffpunkt von Vereinen, Clubs und Cliquen. Unter diesem Namen gab es die Kneipe an der B 68 auf halbem Wege zwischen Bersenbrück und Badbergen aber schon viel länger.

„Die Küche muss umgebaut werden, die WC-Anlagen müssen überholt werden, die Eröffnung verschiebt sich um 14 Tage“, sagt Günter Brinkmann, der zusammen mit seiner Frau Andrea die ersten Gäste eigentlich bereits am 11. Juli empfangen wollte. „Nach Rücksprache mit dem Landkreis und der Stadt müssen ein paar Dinge modernisiert werden, die so nicht auf der Agenda standen“, erklärt der 35-Jährige.

Die Gaststätte geschlossen, wenn der Schützenbund Talge-Langen seine Mitgliederversammlung abhält und quasi im Wald dahinter das Talge Open Air irgendwie das Ereignis des Jahres ist? „Die geben uns schon die Zeit, die wir brauchen“, antwortet Brinkmann. „Natürlich ist das für uns nicht angenehm, aber es ist ja nun mal nicht zu ändern“, erklärt der Gastronom aus dem Fürstenauer Ortsteil Hollenstede.

Wie lautet das Konzept? „Es wird ein paar Veränderungen geben, etwa ein breit aufgestelltes Getränkesegment mit Cocktails, aber eine gut bürgerliche Küche wird bleiben, wie sie in die Umgebung passt“, erklärt Brinkmann. „Alles wird handgemacht frisch zubereitet, es wird Kuchen und Stuten geben, jeden Sonntag von neun bis 13 Uhr Frühstücksbrunch mit Anmeldung“, listet der Vater dreier Kinder auf. „Es muss stimmen, was ins Glas und auf den Teller kommt“, lautet das Fazit des Pächters. „Und wir wollen Fußball übertragen, der VfL Osnabrück ist ein großes Thema“, fügt er an.

„In Fürstenau nicht zustande gekommen“

Was wird aus Eschs Stammkunden? „Mit zwei eigenen Dartmannschaften, dem Knobelverein und dem SV Talge sind wir in Kontakt“, antwortet Brinkmann. „Sicherlich sind wir nicht hier, um das muntere Reh auseinanderzunehmen, wir sind Kostbar und identifizieren uns damit“, sagt der Gastronom.

Da gab es doch an anderem Ort eine Vorgeschichte? „In Fürstenau haben wir es unter anderen Voraussetzungen versucht, die einfach nicht zustande gekommen sind, da kann die Stadt nichts für“, stellt Brinkmann Gerüchten entgegen. „In Fürstenau konnten wir unsere Vorstellungen nicht so umsetzen“, bedauert er und zeigt sich 22,4 Kilometer weiter zuversichtlicher.