„Der Balkan gehört zu Europa“ Bersenbrück, Ruma und die Agenda 2030

Von Martin Schmitz


Ruma/Bersenbrück Mit vielen kleinen Projekten die Welt etwas besser machen – diesem Ziel hat ich die Uno-Agenda 2030 verschrieben. Die Samtgemeinde Bersenbrück und ihre serbische Partnergemeinde Ruma machen mit.

17 Ziele einer Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt definiert die Agenda. In einem Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit haben sich Ruma und die Samtgemeinde für Klimaschutz entschieden. In Ruma wird eine Photovoltaikanlage auf dem Dach einer kleinen Schule installiert, Bersenbrück splittet seinen Betrag für eine solche Anlage auf dem TuS-Clubheim an der Hase und für ein Programm der Biologischen Station Haseniederung, die einen Schulgarten schaffen will.

Kürzlich trafen sich sämtliche beteiligte Kommunen zu einer Konferenz in Ingolstadt. Dort habe sich gezeigt, dass allein drei serbisch-deutsche Tandems dabei seien, berichtet Harry Kindt, neben Norbert Wagner in derSamtgemeinde Ansprechpartner. Die Gemeinden wollen über das Programmende hinaus in Kontakt bleiben.

Deutsches Unternehmen angesiedelt

Nach der öffentlichen Vorstellung der Agenda 2030 in Bersenbrück folgte kürzlich im Rahmen eines Jugendaustausches die in Ruma. „Der Balkan gehört zu Europa“, erklärte der Erste Samtgemeinderat Andreas Güttler in dieser Bürgerversammlung in Rumas Rathaus. Er hoffe, das Serbien bald der EU beitreten könne. Die Verbindung müsse von unten wachsen, über die Gemeinde und Jugendreisen: „Was man als Kind kennenlernt, vergisst man nicht.“

Rumas Bürgermeister Sladjan Mancic war beeindruckt: „Andreas Güttler vertritt Bürgermeister Horst Baier verdammt gut“, sagte er. Dann berichtete er Aktuelles aus Ruma. Der Gemeinde sei es gelungen, ein weiteres Unternehmen aus Süddeutschland in ihrem Gewerbegebiet „Ruma Loop“ an der er Autobahn anzusiedeln. Sie bemüht sich erfolgreich darum, in die Städtebauförderung zu kommen und um Zuschüsse für eine neue große Kläranlage.

Dragan Kosanovic stellte dann die Agenda 2030 mit ihren lokalen Projekten vor. Zu den Zielen des Programms hatten serbische Teilnehmer aus dem Stegreif eine Menge zu sagen. Die Mehrzahl der Besucher waren Lehrer örtlicher Schulen. Sie waren „trotz der Sommerferien“ erschienen, freute sich Mancic.