Interview mit Veranstalter Worauf sich die Besucher beim Talge Open Air freuen können

Von Christian Lang

Das Talge Open Air feiert in diesem Jahr seine 24. Auflage. Foto: ThienenkampDas Talge Open Air feiert in diesem Jahr seine 24. Auflage. Foto: Thienenkamp

Osnabrück. Seit 2014 organisiert die Agentur „Zukunftsmusik“ das Talge Open Air im Bersenbrücker Stadtteil Talge. Am 13. und 14. Juli ist es wieder soweit: Zehn Bands treten an den beiden Tagen beim beliebten Festival auf. Im Interview verrät Guido Remmert von „Zukunftsmusik“, was die Besucher in diesem Jahr erwartet, welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden und welche Ziele er sich für die nächsten Auflagen gesetzt hat.

Herr Remmert, mit wie vielen Besuchern rechnen Sie beim diesjährigen Talge Open Air?

Ich hoffe, dass wir das Ergebnis der vergangenen beiden Jahre toppen werden. Da hatten wir jeweils rund 1500 Besucher an den beiden Festival-Tagen. Die bisherige Resonanz ist aber sehr gut.

Wie lief denn der Ticketverkauf?

Richtig gut! Wir sind sehr zufrieden – zum jetzigen Zeitpunkt haben wir mehr Karten verkauft als in den Vorjahren. Viele Tickets gehen aber noch an der Abendkasse weg. (Weiterlesen: Tickets, Anfahrt, Campen: Die Infos zum Talge Open Air 2018)

Wie hat sich das Talge Open Air in den vergangenen Jahren verändert?

Das Talge Open Air feiert ja seine 24. Auflage. Wir von „Zukunftsmusik“ sind aber erst seit fünf Jahren als Veranstalter mit im Boot. Wir haben versucht, unser Know-How mit einfließen lassen. Hinzu kam, dass unser Bestreben von Anfang an schon war, namhaftere Bands als früher nach Talge zu holen. Dadurch lockt man mehr Besucher an und gestaltet die Veranstaltung noch attraktiver. Zudem hat sich die ganze Infrastruktur verändert – mit einem zusätzlichen Camping- und einem zusätzlichen Parkplatz. Das Festival ist in den vergangenen Jahren gewachsen. (Weiterlesen: Talge Open Air: Für Adam Angst kommt Massendefekt)

Wurden auch die Sicherheitsvorkehrungen erhöht?

Verschärft wurden sie eigentlich nicht. Aber wir haben da natürlich verstärkt ein Auge darauf geworfen und sind sensibilisiert. Man guckt mittlerweile gezielter, wo es etwaige Schwachstellen gibt. Wir kooperieren auch mit den Behörden in Bersenbrück enger und tauschen uns auch noch mehr mit der Polizei vor Ort aus. Im Vorfeld finden viele Gespräche statt, sodass alle Beteiligten hinreichend informiert sind. Der Sicherheitsdienst ist auch ein wenig aufgestockt worden in den letzten zwei Jahren. Trotzdem sollen sich die Besucher nicht so fühlen, als würden sie sich in einem Hochsicherheitsgebiet befinden. (Weiterlesen: Zehn Fakten zum Talge Open Air)

Guido Remmert und seine Partner Falk Schlukat und Christopher Vorberg von der Agentur „Zukunftsmusik“ (von links). Foto: Zukunftsmusik

Wie beurteilen Sie das diesjährige Line-up? Sind Sie mit den Bands zufrieden, die Sie für das Talge Open Air gewinnen konnten?

Ich bin damit sehr zufrieden und glücklich, dass wir diese Bands bekommen konnten. Wir hören auch von den Besuchern, dass sie sich sehr auf die Bands freuen. Am Samstag haben wir mit Milliarden ein Headliner gewinnen können, dem der baldige Durchbruch zuzutrauen ist.

Auf welche Band freuen Sie sich denn besonders?

Ja, am Freitag freue ich mich vor allem auf Fjørt. Da bin ich sehr gespannt auf den Auftritt. (Weiterlesen: Talge Open Air 2018: Diese Bands treten auf)

Ein beliebter Teil des Talge Open Air ist das Kleinhirnturnier. Warum ist die Fußball-Veranstaltung so populär?

Naja, das Festival ist ja eigentlich aus dem Fußballturnier entstanden. Fußball geht halt immer – und ist bei Jung und Alt beliebt. Jedes Jahr haben wir zwischen 20 und 30 Hobbyteams am Start, die den Sieger am Nachmittag ausspielen. Von der Anziehungskraft hat das Turnier in den letzten Jahren nichts verloren.

Können Sie während der beiden Festivaltage überhaupt entspannen oder stehen Sie unter Dauerstress?

Ich bin natürlich vor Ort und dementsprechend in die Abläufe eingespannt. Reiner Stress ist es trotzdem nicht. Da wir ein Team haben, trage ich auch nicht die alleinige Verantwortung. So kann ich mir auch die Auftritte einiger Bands in Ruhe anschauen. Es ist ein anstrengendes Wochenende, aber der Spaß überwiegt.

Wie soll sich das Talge Open Air in den kommenden Jahren entwickeln? Was sind Ihre Ziele?

Wir haben schon immer gesagt, dass wir das Festival Jahr für Jahr etwas weiterentwickeln und die Attraktivität steigern möchten. Es ist jetzt nicht unser Ziel, dass wir hier mal 10.000 Besucher pro Jahr begrüßen können. Wir wollen alles Schritt für Schritt und vernünftig aufbauen. Das Festival soll ja auch eine gewisse Halbwertszeit besitzen.