Bauprojekt an der Bramscher Straße stillgelegt Bersenbrück: Statik falsch berechnet

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Die Bauarbeiten auf der Baustelle an der Bramscher Straße in Bersenbrück sind vorerst eingestellt. Foto: Horst SchwitallaDie Bauarbeiten auf der Baustelle an der Bramscher Straße in Bersenbrück sind vorerst eingestellt. Foto: Horst Schwitalla

Bersenbrück Wieso liegt seit vielen Wochen die Baustelle an der Bramscher Straße still, fragen sich viele Bersenbrücker. Ihr Bürgermeister Christian Klütsch weiß eine Antwort.

In der jüngsten Stadtratssitzung in der Ahausener Schützenhalle gab er bekannt, die Statik des Bauprojektes sei falsch berechnet worden. Bis zur Klärung dieses Problems ruhe der Bau. Investor Clemens Seelmeyer deutete gegenüber der Redaktion an, dass es in Kürze richtig losgehen solle, mochte sich aber nicht weiter äußern.

Josef Weissmann (Die Grünen) fügte dem Bürgermeisterbericht in der Stadtratssitzung hinzu, nicht nur die Statik führe zum Stillstand, vielmehr sei auch der Verlauf der Baugrenze mit dem Nachbargrundstück unklar. Das Problem werde unter Nachbarn geklärt, erwiderte Klütsch.

Die CS Immo GmbH plant am Eingang der inneren Bramscher Straße ein Wohn- und Geschäftshaus. Im Stadtrat sorgte das Projekt für heftige Auseinandersetzungen, weil SPD, Grüne und Wählergemeinschaft ein Projekt der Hase-Wohnbau GmbH bevorzugt hätten, die CDU aber den Zuschlag an die CS Immo durchsetzte.

Kaufinteressent senkt sein Gebot

Einen bizarren Streit gab es nun auch um den Verkauf eines städtischen Grundstücks an der Bleiche, nicht weit vom Bauobjekt an der Bramscher Straße entfernt.

Den Verkauf hatte der Stadtrat bereits eingeleitet, nun musste er entscheiden, zu welchem Preis die Stadt. das Grundstück samt den Gebäuden darauf an einen Investor abgeben sollte. Überraschend beantragte Manfred Krusche, den Kaufpreis von 125000 Euro auf 130000 Euro zu erhöhen. Für diesen Preis liege ein Angebot vor, erklärte der SPD-Fraktionssprecher. Aufgrund ihrer angespannten finanziellen Lage könne die Stadt es sich nicht leisten, Geld zu verschwenden.

CDU-Fraktionssprecher Gerd Uphoff zeigte sich erstaunt. In der Tat habe der Investor ursprünglich ein Angebot von 130000 Euro gemacht. Dann aber habe der Stadtrat beschlossen, vor dem Verkauf ein Wertgutachten machen zu lassen. Das habe den Wert der Gebäude auf 103000 Euro taxiert, weniger als erwartet. Der Kaufinteressent habe daraufhin sein Angebot auf 125000 Euro gesenkt. Andere Interessenten seien nicht in Sicht, fügte Klütsch hinzu. Jahrelang habe die Stadt vergeblich versucht, einen Käufer für den heruntergekommenen Altbau zu finden in der Hoffnung, dass der an dieser zentralen Stelle für eine attraktive Neugestaltung sorgen würde. Die ganze Angelegenheit sei auf die Tagesordnung gekommen, weil sich jetzt endlich ein Interessent gemeldet hätte.

Im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft, Tourismus, Stadtmarketing, Paten- und Partnerschaften und Kultur sei auch der Antrag der Grünen diskutiert worden, die Straßenausbaubeitragssatzung gründlich zu reformieren, berichtete sein neuer Vorsitzender Besian Krasniq (SPD). Wie die übrigen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bersenbrück wolle die Stadt aber erst einmal beobachten, wie die Gesetzesnovelle des Landes zum Thema sich auswirke. Mit Bezug auf Eckgrundstücke, die unter Umständen doppelt belastet würden, solle die aktuelle Satzung aber optimiert werden.


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