Feierstunde und Ausstellung Malteser-Ortsgruppe Alfhausen besteht 60 Jahre

Von Henning Stricker

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Alfhausen. Gemeinsam mit vielen Ehrengästen und Mitgliedern begannen am Sonntag die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Malteser-Ortsgruppe Alfhausen.

Nach der heiligen Messe in der St.-Johannis-Kirche in Alfhausen freute sich Ortsbeauftragter Johannes von der Haar, neben Graf Johannes Hartig vom Malteserorden, Ludwig Unnerstall und Harald Niermann von der Diözesangeschäftsstelle, Alfhausen Bürgermeisterin Agnes Droste, Pfarrer Jan Witte noch viele weitere Gäste in den Räumen der Dienststelle der Ortsgruppe am Bremer Tor begrüßen zu dürfen. Harald Niermann erläuterte den anwesenden Gästen und Mitgliedern das Anliegen der Malteser, von der Gründung vor 900 Jahren bis zur heutigen Zeit. Ein vielfältiges Aufgabengebiet, das sich immer wieder dem demografischen Wandel anzupassen hat. Die Hospizarbeit zum Beispiel, aus der die Herzenswünsche hervorgegangen sind.

Auf Missstände hinweisen

Aber auch neue Aufgaben werden erkannt, wie der mobile Einkaufswagen, weil sehr viele Menschen mittlerweile alleine leben. Zu den Aufgaben gehören aber auch die oft sehr nachhaltigen Auslandseinsätze. „Aber eine Aufgabe der Malteser ist es auch, auf Missstände hinzuweisen, sie beim Namen zu nennen auch wenn es unbequem ist, aber bei der Kritik, den Hinweisen nicht stehen zu bleiben, sondern handwerklich mitzuhelfen für Veränderungen und für Hilfe in Nöten“, so Niermann zum Abschluss.

Lacher auf seiner Seite

Weiteres Lob von den Gästen gab es auch von Bürgermeisterin Agnes Droste sowie von Pfarrer Jan Witte und Monika Hummert vom Pfarrgemeinderat und Uwe Schrader, Oberstleutnant der Reserve vom Verbindungskommando der Bundeswehr im Landkreis Osnabrück. Alle vier lobten die hervorragende Arbeit der Malteser Ortsgruppe Alfhausen und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. Zu einem Wortspiel der besonderen Art griffen Pfarrer Jan Witte und Monika Hummert vom Pfarrgemeinderat. „Die Arbeit hier in Alfhausen funktioniert wie ein Uhrwerk, völlig selbstverständlich und richtig unaufgeregt. Auf dem Lande, im Osnabrücker Nordkreis wird die Arbeit immer mit klarem Verstand erledigt“, so Witte, der während dieser Worte eine Flasche Malteser Aquavit hervorzauberte und somit die Lacher der Gäste auf seiner Seite hatte.

Im Anschluss an die Grußworte nahmen Harald Niermann und Graf Johannes Hartig vom Malteserorden noch einige Ehrungen vor.

Patientenliege für 30.000 Euro

Nach dem offiziellen Teil konnten sich Gäste und Besucher auf dem Gelände der Malteser auch in der Praxis von den vielen Aufgaben der Malteser überzeugen. So konnte in der Fahrzeugausstellung ein Rettungswagen der neuesten Generation besichtigt werden „Alleine die Patientenliege in dem rund 100.000 Euro teuren Fahrzeug schlägt mit rund 30.000 Euro zu Buche“, wie ein Mitarbeiter der Malteser zum Beispiel interessierten Feuerwehrleuten aus Rieste erläuterte. Die Liege ist mit einer elektrischen Hubfunktion ausgestattet, die es den Rettungssanitätern ermöglicht, auch schwergewichtige Patienten in dem Rettungswagen zu transportieren und dabei den eigenen Rücken zu schonen.

Historische Objekte

Aber auch der Fahrdienst, die Malteserjugend und der Reservistenverband informierten über ihre Arbeit. Besonders viel Mühe hatte sich Johannes Stürenberg gemacht, der in einer Garage eine Ausstellung mit teilweise historischen Objekten über die Tätigkeiten der Alfhauser Ortsgruppe der vergangenen 60 Jahre informierte.


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