Geschwindigkeitsmessung Im „Anflug“ auf Eggermühlen

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Bersenbrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Eggermühlen Bis 140 Stundenkilometer erreichen Pkw auf der Hauptstraße in Eggermühlen, ergab eine Messung. Bürgermeister und zeigen sich schockiert.

Ende Mai bis Mitte Juni hatte die Samtgemeinde Bersenbrück ihre Leuchtdiodentafel in Eggermühlen an Ortsdurchfahrt der K 131. Die zeigt Vorbeifahrenden ihre Geschwindigkeit an, speichert die Daten aber auch für eine Auswertung. Die Ergebnisse präsentierte Bürgermeister Markus Freier am Donnerstag in einer Gemeinderatssitzung. „Ich finds krass“, kommentierte er die Zahlen, denn in der ersten Messwoche sei die Straße noch eine Baustelle gewesen. Der Landkreis Osnabrück ließ den innerörtlichen Abschnitt der Kreisstraße 131 damals gründlich erneuern.

Um die 1300 Fahrzeuge passieren in 24 Stunden diesen Straßenabschnitt, 1200 tagsüber, knapp 100 in den Nachtstunden. Bis zum Gasthaus Böhmann verläuft er schnurgerade, die Messstelle an der Einfahrt zum Merschdamm ist laut Frerker 300 Meter vom Beginn der Ortschaft entfernt. In Höhe des Ortsschildes gibt es eine Verkehrsinsel, die den Verkehr aus Richtung Kettenkamp abbremsen soll.

Den Spitzenwert könne man vielleicht noch mit falsch verstandenem sportlichen Ehrgeiz erklären, so Frerker, vielleicht habe jemand sich durch die Anzeigetafel herausgefordert gefühlt.

Doch spätestens beim Blick auf die Durchschnittsgeschwindigkeiten wird deutlich, dass Handlungsbedarf besteht: Nicht viel mehr als 15 Prozent aller Autofahrer berücksichtigen, dass sie innerhalb einer geschlossenen Ortschaft unterwegs sind und bleiben unterhalb von 50 Stundenkilometern. Fast die gleiche Zahl wurde mit Geschwindigkeiten über 77,5 km/h gemessen. Die Hälfte aller Fahrzeuge erreichte bis zu 64 Stundenkilometer.

Optische Tricks

Der Gemeinderat habe bereits länger den Verdacht gehabt, dass auf der Straße zu schnell gefahren werde, und nach Abhilfe gesucht, berichtet Frerker. Weil es sich um eine Durchfahrtstraße handelt, müsse sie soweit frei bleiben, dass Schwerlastverkehr passieren kann.

Mit anderen Worten: Augenfällige Stopper wie etwa „Freiburger Kegel“ auf der Fahrbahn aufzustellen, wird wohl nicht infrage kommen. Was bleibt sind optische Tricks, mit denen die Fahrbahn eingeengt wird, damit Autofahrer den Fuß vom Gaspedal nehmen. Bäume und Büsche verengen die Ortseinfahrt aus Richtung Kettenkamp schon jetzt. Frerker bringt weiße Gatter am Straßenrand ins Gespräch, das sich in Schleswig-Holstein bewährt habe und neuerdings auch in neidersächsischen Kommunen verwendet wird. Das Thema, ist er sich sicher, wird den Gemeinderat noch beschäftigen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN