Begegnung hat schon Tradition Polnischer Gottesdienst in Alfhausen

Von Franz Buitmann

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Den polnischen Gottesdienst in der St.-Johannis-Kirche in Alfhausen begleitete Zbigniew Kadziela auch mit der Gitarre. Foto: Franz BuitmannDen polnischen Gottesdienst in der St.-Johannis-Kirche in Alfhausen begleitete Zbigniew Kadziela auch mit der Gitarre. Foto: Franz Buitmann

Alfhausen Alfhausens katholische Kirchengemeinde zeigt Herz für polnische Gastarbeiter: Bereits zum vierten Mal fand in ihrer St.-Johannis-Kirche in Alfhausen ein polnischer Gottesdienst mit Pastor Zbigniew Kadziela statt.

Zur Zeit der Spargel- und Erdbeerernte lädt die Kirchengemeinde polnische Feldarbeiter und Mitarbeiter der Großlager von Adidas und Peugeot im Niedersachsenpark zu einem Gottesdienst ein. Deutsche und Pollen beten uns singen gemeinsam und feiern Eucharistie überwiegend in polnischer Sprache, teils auch in Deutsch. Der Abend endet gemütlich bei Grillwurst und selbst gemachten Salaten im Pfarrheim. Auch Polen die schon lange in Alfhausen leben, nehmen teil.

Kadziela war 1984 und 1985 in Alfhausen als Kaplan tätig. Viele Alfhausener kommen an diesem Abend dazu, um Erinnerungen auszutauschen, diskutieren aber auch die Situation der katholischen Kirche in beiden Ländern mit ihm.

Deutsche singen mit

In seiner Predigt in Deutsch, dann auch in Polnisch, griff der Pastor das Gleichnis des Sämanns auf. Weiter spricht das Evangelium vom kleinen Senfkorn, aus dem ein stattlicher Baum wird. So wie der Sämann vertrauensvoll auf das Gedeihen wartet, so führen viele kleine Schritte zum Reich Gottes. Glaube, Hoffnung und Liebe sind die Schritte, die zu Gott führen. Es geht darum, Gott auch im Kleinen zu finden, dann kann etwas Großes daraus entstehen, so wie aus dem kleinen Senfkorn der große Baum wird. Es heißt, Geduld zu haben und im Glauben zu reifen bis zur Ernte, dem Reich Gottes.

Eine besondere Note erhielt der Gottesdienst dadurch, dass Pastor Kadziella die Lieder in polnischer Sprache mit der Gitarre begleitete. Nach dem Essen sang man weiter polnische Lieder, vom Pastor mit der Gitarre begleitet.

Auch die deutschen Teilnehmer ließen sich anstecken und sangen gerne mit. Es wurde zudem viel erzählt, Freundschaften konnten weiter vertieft werden. Nun hoffen alle, dass auch im nächsten Jahr eine derartige Begegnung möglich wird, für die Völkerverständigung ein wertvoller Beitrag.


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