Politiker und Bürgerinitiative aktiv Stromtrasse um Ankum: „Gespräche lohnen sich“

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Nach den aktuellen Plänen soll die geplante Höchstspannungsleitung östlich vom Ortsrand oberirdisch verlaufen. Foto: Martin SchmitzNach den aktuellen Plänen soll die geplante Höchstspannungsleitung östlich vom Ortsrand oberirdisch verlaufen. Foto: Martin Schmitz

Ankum Gelingt es, zu verhindern, dass eine Starkstromleitung Ankums Osten einschnürt? Auch das ist eine Frage, die den Ort bewegt.

Wie bereits berichtet, hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Calderone auf Bitte des Ankumer Bürgermeisters Detert Brummer-Bange ein Gespräch im Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg arrangiert. Dort machten die Kommunen Ankum und Bersenbrück noch einmal deutlich, dass eine offene Höchstspannungsleitung zwischen den beiden Orten ein gravierendes Hemmnis für ihre Entwicklung sein würde.

In der jüngsten Ankumer Gemeinderatssitzung berichtete Brummer-Bange ferner von einem Treffen mit Bundestagabgeordneten in Berlin. Dort ging es um die Frage, ob der Bundestag bereit sei, das Gesetz zu ändern, das Grundlage des umstrittenen Leitungsbaus ist. Dafür werde es wohl kaum eine Mehrheit geben, lautete die offene Antwort, weil damit der Leitungsbau um Jahr verzögert werden würde.

Bummer-Bange erwähnte auch, dass die Bürgerinitiative „Gegenstrom Ankum“ intensive Gespräche in Hannover und mit dem Netzbetreiber Amprion geführt hätte. „Zusammenfassend bin ich der Überzeugung, dass alle Gespräche sich lohnen, um die beste Lösung zu finden“, sagt er. In seinen Dank an alle Mitstreiter bezog er ausdrücklich auch Landrat Michael Lübbersmann und die Verwaltung ein, „die unsere Sorgen in Bezug auf die Stromtrasse teilen und auch auf verschiedenen Ebenen aktiv sind.“ Was das Engagement für Ankum gebracht hat, zeigt sich im Dezember, wenn das Amt für regionale Landesentwicklung sein Prüfungsergebnis bekannt gibt.

Kletterwald

Ferner berichtete Brummer-Bange, dass die neue Schnellbuslinie von Fürstenau über Ankum wie geplant zum Fahrplanwechsel im August gestartet werden solle. Die Busverbindungen werden bis in die Abendstunden verlängert, auch am Wochenende solle es mehr Verbindungen geben.

Ankum darf sich weiter „staatlich anerkannter Erholungsort nennen“, habe eine strenge Inspektion ergeben. Der Titel verschafft dem Ort Vorteile, erlaubt zum Beispiel großzügige Ladenöffnungszeiten am Wochenende.

Der Jugendausschuss hat seine Vorarbeiten für einen Kletterwald am Jugendzeltplatz in Aslage abgeschlossen, berichtet Marion Korte (CDU). Einstimmig genehmigt der Gemeinderat das Projekt, den der Ausschuss in Zusammenarbeit mit Jugendpflegern der Samtgemeinde Bersenbrück ausgearbeitet hat. Demnach soll der Kletterwald rund 60.000 Euro kosten. Er soll aus Niedrigseilelementen bestehen, die frei zugänglich sind. Außerdem soll es eine Hochseilanlage geben, die aber nur Gruppen zugänglich gemacht wird, deren Leiter über einen Kletterschein verfügt. Die Trägerschaft übernimmt der Frankfurter Verein für Sozialarbeit „GJUUM Social Lab“.

Eher knickerig zeigte sich der Gemeinderat bei den eigenen Aufwandsentschädigungen, die sechs Jahre lang unverändert blieben. Sie steigen nun um drei auf 35 Euro pro Sitzung, pro Monat bekommt ein Ratsmitglied maximal 135 Euro. Ausschuss- und Fraktionsvorsitzende erhalten auch ein paar Euro mehr.

Für seinen Doppeljob als Bürgermeister und Gemeindedirektor kassiert die Nummer eins nun 900 statt 690 Euro im Monat, seine Stellvertreter bekommen 300 statt 230 Euro. Vom Mindestlohn sind ehrenamtliche Politiker offensichtlich weit entfernt.


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