Woltruper Wiesen: Bauauftrag Bersenbrück schrumpft – um 625 Quadratmeter

Von Martin Schmitz

Im Baugebiet Woltruper Wiesen sollen noch dieses Jahr 42 Bauplätze zur Verfügung stehen. Foto: Martin SchmitzIm Baugebiet Woltruper Wiesen sollen noch dieses Jahr 42 Bauplätze zur Verfügung stehen. Foto: Martin Schmitz

Bersenbrück Die gute Nachricht: Der Auftrag zur Erschließung von 42 Bauplätzen in der Siedlung Woltruper Wiesen in Bersenbrück ist erteilt.

Dies gab Bürgermeister Christian Klütsch (CDU) am Dienstag in einer Sitzung des Stadtrates in der Ahausener Schützenhalle bekannt. Bauwillige müssen aber trotzdem noch etwas Geduld haben. Weil die Auftragsbücher voll sind, werden die eigentlichen Bauarbeiten wohl erst im August beginnen.

Ende des Jahres, hofft Klütsch, könnten 42 Bauwillige ihre Rohbauten stehen haben. Auf der Warteliste stehen aber noch weitere 87 Interessenten, darauf wies CDU-Fraktionssprecher Gerd Uphoff hin. Die Stadt hofft auf einen für sie positiven Ausgang des Gerichtsverfahren das einen Teil des Baugebietes bislang blockiert.

Der neue Kindergarten in der Innenstadt hingegen soll pünktlich zum 1. August bezugsfertig sein, berichtete der Bürgermeister außerdem. Und dann wurde es kurios: An den Außenwänden der Klosterpforte hält offensichtlich kein Putz. Nach zwei gescheiterten Anläufen hätten die Handwerker jetzt bereits zum dritten Mal die Schicht abgetragen und neu aufgebracht. In der Hoffnung, dass die Sanierung des städtischen Wahrzeichens nun endlich schneller vorankommt.

Und die Stadt schrumpft. Aber nicht, weil ihr Einwohner den Rücken kehren. Im Gegenteil, die Bewohnerzahl könnte in ein, zwei Jahrzehnten noch einmal um 1500 auf über 10000 steigen. Der Stadtrat will sich von einem Experten die neuen Prognosen des Landkreises Osnabrück vorstellen lassen. Er will sich informieren, um Lösungen für die Probleme zu finden, die das Wachstum mit sich bringen wird.

Nein, Bersenbrück schrumpft, weil Vermessungsarbeiten in der Flurbereinigung Wallen-Heeke zeigten, dass die Grenzziehung ungenau war. 625 Quadratmeter Bersenbrück fallen nun an Alfhausen.

Nächste Woche soll eine Verkehrszählung herauszufinden, ob Bersenbrück Bedarf an einer Südspange hat. Die Straße soll den Südteil der Stadt mit den Fernstraßen jenseits der Hase verbinden. Die CDU hatte sich dafür stark gemacht, die Siedlungsstraße Woltruper Wiesen zum Berufsschulzentrum zu verlängern, um den Pkw-Verkehr zur Schule vor der Stadt schon abzufangen und als Einstieg in die Südspange. Doch ob die Berufsschüler sich umleiten lassen? Daran gab es im Bauausschuss erhebliche Zweifel.

Im Stadtrat plädierte der Ausschussvorsitzenden Rolf Gelinsky, das Ziel Südspange nicht aus den Augen zu verlieren, aber auf eine teure Planung vorerst zu verzichten. Stadtverwaltung und Bauamt sollten „mit Bordmitteln“ Alternativen aufzeigen.

Der Verwaltungsausschuss dagegen hatte es bei der Empfehlung des Bauausschusses belassen, einen Planer zu beauftragen. Das heißt, nicht ganz, fiel Manfred Krusche auf: Laut VA sollte nämlich ein Experte für Starkregen hinzugezogen werden, der Stadtrat musste seine Abstimmung wiederholen. Dann müsse aber auch die untere Wasserbehörde hinzugezogen werden, forderte Johannes Koop (CDU).