Für eine Million D-Mark erstellt Vor 25 Jahren gebaut: Ankumer Kita „Am Kattenboll“

Von Burkhard Dräger


bdr Ankum. Im Jahre 1992 beschloss der Ankumer Gemeinderat den Bau eines zweiten Kindergartens, eines kommunalen Kindergartens. Die Vorgabe war, dass er für drei Gruppen nicht mehr als eine Million D-Mark kosten durfte.

Nachdem Architekt Josef Thole seinen Entwurf vorgestellt hatte und alle Gewerke in trockenen Tüchern waren, konnte im Januar 1993 der Grundstein gelegt und schon Ende März Richtfest gefeiert werden, auf einem brachliegenden Gelände am Kattenboll. Und diesen Namen behielt er dann auch, der Kindergarten „Am Kattenboll“. Nach Fertigstellung im September 1993 bestand die „Einrichtung“ anfangs lediglich aus Tischen und Stühlen, erst nach und nach kamen weitere Einrichtungsgegenstände hinzu. Selbst die Spielsachen wurden teilweise von der ersten Leiterin Irmgard Otto-Menken und ihren Mitarbeiterinnen mitgebracht. 1994 wurde aus dem angrenzenden Brachland mit viel Eigenleistung und Hilfe der Eltern ein neuer Spielplatz erstellt.

2002: Die Kita bekommt eine Mehrzweckhalle

Im Januar 1999 trat dann mit Karin Kleine-König eine neue Leiterin ihren Dienst im Kindergarten „Am Kattenboll“ an, die aber noch voll in die Gruppenbetreuung mit fünf weiteren Betreuerinnen integriert war. Bei drei Gruppen also immer zwei Erzieherinnen für eine Gruppe in der Zeit von 7.30 bis 12 Uhr. 2002 wurde mit großem Engagement der Eltern eine Mehrzweckhalle für die Kita errichtet und ein erstes offizielles Konzept der pädagogischen Arbeit erarbeitet und herausgegeben. Ein Jahr später begann man mit der Integrationsarbeit als Einzelintegration für Kinder mit Behinderung oder mit erhöhtem Förderbedarf, und die Gruppe wurde auf 22 Kinder reduziert. Noch ein Jahr später, also 2004, Einrichtung der „Sonnengruppe“, einer reinen Integrationsgruppe mit 18 Kindern. Gleichzeitig wurde an einem eigenen Qualitätssystem gearbeitet.

2007: In der Kita gibt es jetzt auch Mittagessen

Nach 2006 ging es dann Schlag auf Schlag, denn eine vierte Kindergartengruppe wurde als Nachmittagsgruppe von 14 bis 18 Uhr eingerichtet, und mit der Erweiterung der „Wolkengruppe“ musste ein Neubau her mit Therapieräumen, Matschraum, Sprachraum und Räumen für verschiedene Lernbereiche. Die Aufgaben wurden also immer umfassender, so dass die Kita-Leitung vom Gruppendienst freigestellt und das Personal um drei Erzieherinnen und zwei heilpädagogische Fachkräfte erweitert wurde. Die Einrichtung der Sprachförderung mit Jutta Buschermöhle als Sprachförderkraft sowie die Zertifizierung nach dem KTK-Gütesiegel folgten in 2007. Ein Jahr später wird die Tagespflege eingerichtet, mit der Verlängerung der Betreuungszeiten von 7.30 bis 15 Uhr, einschließlich Mittagessen. Und 2009 dann die Einführung des Brückenjahres vom Land Niedersachsen als Kooperationsmaßnahme zwischen Grundschule und Kindergarten. Eine zweite Integrationsgruppe mit 18 Kindern wird eingerichtet.

2011: Die Kinderkrippe wird ins Leben gerufen

Immer wieder muss um- und angebaut werden. In 2011 wird die Kinderkrippe ins Leben gerufen und bedingt einen Neubau mit weiteren Funktionsräumen. Auch das Außengelände wird neu gestaltet, die Räume des Altbaus werden renoviert und das Konzept der pädagogischen Arbeit wird auf den neuesten Stand gebracht. 2012 wird das „Modellprojekt Familienzentrum“ ins Leben gerufen, und 2015 erfolgt die Zertifizierung zum Familienzentrum. Die Kleingruppe „Kleines Wölkchen“ mit 10 Kindern und einer Erzieherin wird eingerichtet. Wieder steht ein Anbau an, denn eine zweite Krippengruppe wird gebraucht. So wird die Sternschnuppen-Gruppe in eine weitere Krippengruppe umgewandelt, da für Krippenplätze erhöhter Bedarf besteht. 2016 wird das Modellprojekt Familienzentrum durch das Land Niedersachsen weiterfinanziert und so kann das Familienzentrum weitergeführt werden. Hierfür ist eine weitere, hoffentlich letzte, Baumaßnahme am Eingangsbereich erforderlich mit der Einrichtung eines separaten Raumes für das Familienzentrum.

Großes Sommerfest am 2. Juni 2018 geplant

Es hat sich in den zurückliegenden 25 Jahren also vieles getan und vieles verändert am Kindergarten „Am Kattenboll“, nicht nur mit den wechselnden Kindern, die hier betreut wurden, sondern auch das Personal ist inzwischen auf insgesamt 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen. 25 Jahre - dieses Jubiläum soll am Samstag, 2. Juni 2018, ab 11 Uhr mit einem großen Sommerfest gefeiert werden. Für reichlich Abwechslung, Essen und Getränke wird gesorgt, und alle sind eingeladen.


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