Kleiner Esch III: Kritik von Scholüke SPD fordert Vergaberichtlinien für Baugrundstücke in Rieste

Von Marcus Alwes

Wer bekommt welches Baugrundstück? Die jüngste Debatte um das Wie in der Gemeinde Rieste geht weiter. Foto: Marcus AlwesWer bekommt welches Baugrundstück? Die jüngste Debatte um das Wie in der Gemeinde Rieste geht weiter. Foto: Marcus Alwes

Rieste. Die Ankündigung von Bürgermeister Sebastian Hüdepohl und des Bauausschussvorsitzenden Axel Torbecke, die elf Grundstücke im neuen Baugebiet Kleiner Esch III nach einer Art Windhundverfahren zu verkaufen bzw. zu vergeben, stößt bei der SPD-Gemeinderatsfraktion auf Kritik.

Deren Vorsitzender Christian Scholüke macht sich in einer Pressemitteilung dafür stark, klare Vergaberichtlinien zu schaffen. „Es geht uns um soziale Gerechtigkeit und nicht um Schnelligkeit und Bequemlichkeit“, erklärt der Sozialdemokrat: „Natürlich ist es anstrengend, zu überlegen, welche Kriterien wichtig und sinnvoll sind – und welche eher nicht. Aber einfach immer so weitermachen wie bisher? Wir fragen uns, ob das zukunftsfähig für ein aufstrebendes Dorf wie Rieste ist“, schreibt Scholüke in seiner Stellungnahme zur Ankündigung der beiden CDU-Ortspolitiker Hüdepohl und Torbecke.

Die oppositionelle SPD-Fraktion mahnt an, im Gemeinderat die Diskussion über eine Vergaberichtlinie für Baugrundstücke zum Abschluss zu bringen und Beschlüsse zu fassen. „Sollten wir nicht eher ein Gleichgewicht bei der Vergabe anstreben? Einen gewissen Anteil für Familien mit und ohne Kinder? Einen Anteil für ältere Leute, die sich ein altergerechtes Haus bauen möchten? Leute, die aufgrund neuer Arbeit sich in Rieste ansiedeln wollen? Leute, die aufgrund von Ausbildung und Studium Rieste verlassen haben und nun zurückmöchten?“, heißt es dazu in der Presseerklärung.

Ratsherr Scholüke fordert die CDU-Mehrheit im Rat auf, umzudenken und sich einer Debatte zu stellen. „Die SPD will einen Austausch über dieses Thema. […] Ist das in Rieste möglich?“

Besagtes Baugebiet Kleiner Esch III liegt übrigens in unmittelbarer Nähe zur Kindertagesstätte Lindenallee.


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