Sonntag Fahrten zum Kennenlernen WEE fährt auf der Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn

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Ankum. Die Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn GmbH (ABE) hat einen neuen Partner. Die Weser Ems Eisenbahn GmbH (WEE) kann vier Triebwagen für Fahrten ab Ankum einsetzen. Am Sonntag geht es los mit Pendelfahrten zu den Gaugerichts- und Markttagen in Ankum. Musicalreisen, Betriebsausflüge und vieles mehr sollen folgen.

Die Weser Ems Eisenbahn GmbH (WEE) übernimmt den technischen Betrieb im Ankumer Bahnhof und auf der fünf Kilometer langen Eisenbahnlinie Ankum-Bersenbrück. Sie verfügt über vier Treibwagen und über Zugführer, die von Ankum aus ins Schienennetz der Deutschen Bahn einfahren und jedes beliebige Ziel erreichen können. „Die ABE schlägt neues Kapitel auf“, kommentierte Host Baier. In Ankum stellte der Bersenbrücker Samtgemeindebürgermeister die Kooperation Deutschlands kleinster Eisenbahngesellschaft mit den neuen Partner vor, zusammen mit ABE-Geschäftsführer Ewald Beelmann und Ankums Bürgermeister Detert Brummer-Bange.

Die WEE übernimmt vier Triebwagen der Baureihe „NE 81“ von der Deutschen Bahn, erläutern Geschäftsführer Eckhard Thurau und Lokführer Daniel Wulfing. Gebaut wurden sie von 1981 bis 1993, können über 80 Passagiere transportieren und auch Fracht. Sie erreichen 100 Stundenkilometer und lassen sich zu Tandems koppeln.

„Rundum-sorglos-Paket“

Damit wären Fahrten zu Musicals in Hamburg möglich Ausflüge auf eine ostfriesische Insel oder ganz aktuell zur Landesgartenschau in Bad Iburg. Beelmann und die Eisenbahner denken an Spargel- und Grünkohlfahrten, wollen auf Wunsch Betriebsausflüge organisieren.

Buchungen sollen möglich sein über die Tourist-Information in Ankum und Bersenbrück oder auch über die Webseiten der ABE und der WEE. Der Kunde soll ein „Rundum-sorglos-Paket“ bekommen, erläutert Wulfing: Fahrkarte plus Ticket für Musical oder Nordseefähre, einen Snack auf der Fahrt und Betreuer, die dafür sorgen, dass vom Bahnsteig zum Ziel niemand verlorengeht.

Als Vorgeschmack pendelt der Zug am Sonntag zwischen Ankum und Bersenbrück, mit Zwischenhalt in Ahausen. Fahrkarten kann man sich jetzt schon von den Webseiten herunterladen und ausdrucken.

So, wie sie am Sonntag Bersenbrücker zu den Gaugerichts- und Markttagen fahren, wollen die Eisenbahner im September die Ankumer zum Kartoffelmarkt in Bersenbrück bringen. Zubringerdienste seien auch für andere Veranstaltungen in der Region möglich, sogar mit unterschiedlichen Start- und Zielpunkten.

Die ABE verfolgt auch ihre länger schon angepeilten Ziele weiter, betont Beelmann, den Restaurantzug in Ankum und die Umgestaltung des Bahnhofs etwa. Holger Paulsen steht in den Startlöchern für die Umgestaltung des Raiffeisengebäudes hinter dem Bahnhof zum Bahnmuseum. Im Gespräch ist, die Anlagen auch für die Ausbildung von Eisenbahnern zu nutzen.


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