Höhepunkt des Jubiläumsjahres Komplette Ankumer Oberschule gemeinsam in Hamburg

„Willkommen in Hamburch“: Mit typischem Schmuddelwetter begrüßte Norddeutschlands heimliche Metropole die Besucher aus Ankum. Und mit Staus, manche Busse schafften es nicht rechtzeitig zum großen Fototermin vor den Landungsbrücken. Und trotzdem hatten Schüler und Begleiter der August-Benninghaus-Schule ihren Spaß am großen Schulausflug zum Jubiläum. Foto: Dagmar Wengh/Schule„Willkommen in Hamburch“: Mit typischem Schmuddelwetter begrüßte Norddeutschlands heimliche Metropole die Besucher aus Ankum. Und mit Staus, manche Busse schafften es nicht rechtzeitig zum großen Fototermin vor den Landungsbrücken. Und trotzdem hatten Schüler und Begleiter der August-Benninghaus-Schule ihren Spaß am großen Schulausflug zum Jubiläum. Foto: Dagmar Wengh/Schule

Ankum. Mehr als 400 Schüler und 46 Lehrer haben gemeinsam eine Tagesfahrt nach Hamburg unternommen. Die Reise war der Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Oberschule. Vom norddeutschen Schietwetter ließen sich die Ankumer den Spaß nicht verderben.

Die große Schulfahrt nach Hamburg – ein lang ersehnter Höhepunkt im Jubiläumsjahr der August-Benninghaus-Schule – war leider geprägt von echtem norddeutschen „Schietwetter“ und einem Stau auf der Hinfahrt. Die Schulgemeinschaft trotzte allerdings den schlechten Rahmenbedingungen und erlebte einen unvergesslichen, aufregenden Tag. Das Wetter ließ sich leider nicht bestellen, bedauert die August-Benninghaus-Schule in ihrer Pressemitteilung. Ansonsten aber hatte eine Arbeitsgruppe rund um Lehrerin Bärbel Heidebauer die Tagesfahrt bestens durchdacht und akribisch geplant. Nach mehr als vier Stunden Anreise mit mehr als 400 Schülerinnen und Schülern, 46 Lehrkräften und Mitarbeitern in sieben Bussen ging es in Hamburg zunächst zu den Landungsbrücken.

Das Schietwetter erwies sich als hartnäckig

Durch Starkregen und Hagel eilten anschließend alle zu den fünf schon bereitstehenden Barkassen für eine Hafenrundfahrt. Die wenigen Glücklichen mit Ostfriesennerz und Gummistiefeln konnten die Fahrt trocken antreten; einfache Regenjacken und Schirme verhinderten das Durchnässen bis auf die Haut nicht. Nach einem heißen Kakao oder Tee an Bord waren jedoch alle wieder guter Dinge und machten fleißig Fotos von und mit den Sehenswürdigkeiten rund um den berühmten Hamburger Hafen. Speicherstadt, Container- und Kreuzfahrtschiffe, das Musicalhaus von König der Löwen und Elphi, die Elbphilharmonie – es gab viel zu sehen und interessante Erklärungen zu hören. Das Wetter blieb den Ankumer Oberschülern während des ganzen Tages treu: Pünktlich zur Weiterfahrt in den Bussen meldete sich der Regen zurück. Auch diesmal konnte er die Laune nicht trüben – warteten doch tolle altersangemessene Programme auf alle Doppeljahrgänge.

Besuch im Streichelzoo statt vorzeitige Abreise

Die Fünft- und Sechstklässler fuhren zu Hagenbecks Tierpark, in dem jede Klasse zunächst an einer Führung zu einem Spezialthema teilnahm. Die einen erlebten „Große Katzen – wo? Im Zoo!“, die nächsten „Elefanten, Bisons und andere Riesen“, wieder andere „Pinguin, Seebär und Co.“, „Die Tiere Afrikas“, „Tiere Asiens“ oder „Haustiere und ihre wilden Verwandten“. Auch während der Führung regnete und hagelte es, aber selbst unter den durchnässten Jüngsten gab es am Ende keine Zweifel: „Wir wollen nicht früher nach Hause. Wir wollen doch noch zum Streichelzoo!“ Mit den Klassen sieben und acht ging es ins Miniaturwunderland in die Speicherstadt. Die Schüler brachten durchaus schon Vorstellungen von „kleinen Welten“ mit – was sie aber in diesem Gebäude vorfanden, übertraf alles bisher Gesehene in Feinheit, Schönheit und Detailtreue. Schüler und Lehrer waren sprachlos. An allen Ecken konnten sie auf Knopfdruck noch etwas in Bewegung setzen: Lichter gingen an, Seilbahnen fuhren, Eisläufer tanzten, und selbst ein Konzert von Helene Fischer war detailgetreu nachgestellt.

Chemieunterricht im Escape Room?

Die Jahrgänge neun und zehn erlebten ihre zweite Phase der Schulfahrt in sogenannten Escape Rooms, in denen sie in thematisch unterschiedlichen Räumen gemeinsam schwierige Rätsel lösen mussten, um anschließend entkommen zu können. Die Rooms waren nicht ohne! Hier galt es beispielsweise, die Themen „Mafia“ und „Chemie-Labor“ zu bewältigen, was bei allen zu erhöhtem Adrenalinausstoß führte. Während sich die jüngeren Schülerinnen und Schüler ab 17.30 Uhr wieder auf den Heimweg nach Ankum machten, blieben die meisten aus den Jahrgängen acht bis zehn noch länger in Hamburg, um am Abend das Musical „Kinky Boots“zu sehen.

Ausflug in die Welt der Dragqueens

Um halb acht öffnete sich der Vorhang und ließ einen Blick zu auf eine völlig andere Welt als die aus Ankum bekannte – die Welt der Dragqueens mit ihren Kinky-Boots! Die Oberschüler erlebten tollen Gesang, irre Tanzeinlagen und Choreografien, echt witzige Szenen aber auch welche, die nachdenklich stimmten. Schon in der Pause zeigten sich vor allem die Mädchen total begeistert. Einige der männlichen Zuschauer hatten allerdings leichte Schwierigkeiten, mit den grellen und extrovertierten Queens warm zu werden. Doch auch diese ließen sich von der fantastischen Stimmung mitreißen, die immer wieder zu Szenenapplaus führte und am Ende mit Standing Ovations erst langsam abklang. Die Rückfahrt verging wie im Flug; in der Nacht fährt es sich eben doch viel angenehmer als zur morgendlichen Rushhour. Als die letzten Busse gegen 1.30 Uhr in Ankum ankamen, konnten alle auf einen ereignisreichen Tag zurückblicken, dem eigentlich nur eins gefehlt hatte – die Sonne!

Übrigens: Die schuleigene Schülerfirma hatte die Fahrt ordentlich bezuschusst, sodass jeder Schüler von den Einnahmen bzw. Gewinnen der Firma wieder etwas zurückbekam. Für Familien mit mehreren Kindern gab es zusätzliche Vergünstigungen.