Regionaler Arbeitskreis tagt Ein Blick über die Haseauen in Gehrde

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Blick ins Auenland – die Mitglieder des regionalen Arbeitskreises Bersenbrück-Artland machen sich ein Bild von der in einer großen Kooperation erreichten Revitalisierung in Rüsfort. Foto: Verein zur Revitalisierung der HaseauenBlick ins Auenland – die Mitglieder des regionalen Arbeitskreises Bersenbrück-Artland machen sich ein Bild von der in einer großen Kooperation erreichten Revitalisierung in Rüsfort. Foto: Verein zur Revitalisierung der Haseauen

Gehrde. Der Regionale Arbeitskreis Bersenbrück-Artland des Vereins zur Revitalisierung der Haseauen hat jetzt in Gehrde getagt. Am Sonntag, 13. Mai 2018, lädt der Verein alle Interessierten um 10 Uhr zu einer Führung ein.

An der Informations- und Raststation Haseauen Rüsfort genossen die Teilnehmer laut Vereinsmitteilung einen Blick in die weitläufigen Gewässerauen. Rechts und links der Hase sei hier durch ein breit angelegtes Kooperationsprojekt seit 1999 eine Sekundäraue entstanden. Durch eine Rückverlegung der Deiche und Bodenabtrag hat sich diese für Flusslandschaften typische wechselfeuchte Zone neu etabliert. Bei Hochwasser wird die Aue überflutet. Viele Tiere und Pflanzen seien an diese Verhältnisse angepasst, erklärt der Verein weiter, und hätten hier ein Rückzugsgebiet gefunden. Wie etwa die Graugans, die während der Begrüßung der Akteure zur Landung ansetzte.

Bachelorarbeit über Libellen im Gebiet

Als Gast stellte Daniel Berg die Ergebnisse seiner Bachelorarbeit im Studiengang Landschaftsentwicklung der Hochschule Osnabrück zu den Libellen im Gebiet vor. Die faszinierenden Tiere benötigen Strukturvielfalt in den Fließ- und Stillgewässern, den Uferbereichen sowie im Umland. Für seine fundierte Arbeit wurde er mit dem Naturschutzpreis der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück ausgezeichnet. Auf Einladung der Gemeinde Gehrde tauschten sich die Vertreter des Arbeitskreises anschließend im Schützenhaus über neue Planungen, Ideen für Revitalisierungsprojekte und Probleme in der Region aus.

Brut- und Setzzeit beachten

Wie auch andernorts komme es mitunter zu Störungen der sensiblen Tierwelt, teilt der Verein mit. Viele Spaziergänger aus dem Umland genießen die urige Natur, einige hätten einen Rundweg kreiert, der in sensible Bereiche führe, heißt es weiter. Es sei Brut- und Setzzeit – und da sei Ruhe im Gebiet besonders wichtig. Jedes Mal, wenn ein brütender Vogel aufgeschreckt werde, kühlten die Eier aus und das Leben der Küken sei in Gefahr. Daher bittet Björg Dewert vom Haseauenverein die Besucher, nicht in das Gebiet hinein oder entlang der Hase zu gehen. Auch sei es besonders wichtig, Hunde an der Leine zu führen. Am Sonntag, 13. Mai, lädt der Verein alle Interessierten um 10 Uhr zu einer Führung ein. Der Diplom-Biologe und Arbeitskreissprecher Jürgen Christiansen wird Einblicke in die Vogelwelt der Haseauen in Gehrde Rüsfort geben. Der Treffpunkt ist an der Informations- und Raststation Haseauen in Rüsfort.

Engagement für mehr Naturnähe

Der Verein zur Revitalisierung der Haseauen setzt sich im gesamten Einzugsgebiet der Hase für mehr Naturnähe an den Fließgewässern ein. Er wurde als überregionale Kooperation im Jahr 1997 gegründet.


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