Eröffnung im Giersfeld Runderneuerter „Hünenweg“ führt über Ankum nach Meppen

Von Alexandra Lüders

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Eröffnung des Hünenweges auf dem Golfplatz in WesterholteEröffnung des Hünenweges auf dem Golfplatz in Westerholte

Ankum. Nach fünfjähriger Planungs- und Vorbereitungszeit haben die beteiligten Akteure den neuen „Hünenweg“ von Osnabrück nach Meppen am Steingräberweg (Giersfeld) in Ankum eröffnet.

Das Kooperationsprojekt zwischen den Landkreisen Osnabrück und Emsland wird ab 2020 auf die Niederlande (bis Groningen) erweitert, damit der Hünenweg eine Länge von 200 Kilometern und eine europäische Dimension erreicht.

Urlaubspakete mit Gepäcktransfer

„Nach der endgültigen Fertigstellung hoffen wir demnächst auf ganz viele Wanderer, die entsprechende Urlaubspakete mit Gepäcktransfer buchen und eine Woche unterwegs sind. Der Weg ist beidseitig mit 114 Pfeilwegweisern und 1000 Markierungszeichen ausgestattet. Es sind sieben Parkbänke, drei Sitzbankkombinationen und eine Wellenliege installiert worden“, verkündete der Geschäftsführer des Zweckverbandes Hasetal, Wilhelm Koormann, stolz bei der Eröffnung.

Im Vorfeld seien Anfangsprobleme mit Privatgrundstücken geklärt und eine Freischneideaktion organisiert worden. Dadurch sei es auch gelungen, den Asphaltanteil im Hünenweg so gering wie möglich zu halten, freute sich Koormann über die gelungene Attraktivitätssteigerung der Wanderroute.

„Kooperationsprojekte wie diese gibt es nur ganz wenige. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit, gibt es jetzt die Möglichkeit, grenzüberschreitende Begegnungen auf dem Wanderweg zu erleben“, gratulierte der Geschäftsführer von Terra-Vita, Hartmut Escher, zum gelungenen Ausbau des Unesco- Geoparks im Osnabrücker Land.

„Ein Anker für Terra Vita“

Wie Projektleiter Michael Hein erklärte, ist die neue Route eine Lebensader für die Region und ein Anker für Terra-Vita, in dessen Auftrag er als Koordinator für das Ressorts Wandern fungiert. Neben dem Wittekinds- und dem Hermannsweg gibt es jetzt also noch den Hünenweg. „Mit der zusätzlichen Erschließung von Wanderwegenetzen im Nordkreis erzielen wir rund 2000 Kilometer Wanderwege, die zukünftig regelmäßigen Qualitätskontrollen unterzogen werden. Es sind ebenso Rundwege rund um den Hünenweg wie der Eiszeitweg bei Bippen geplant. So führen wir die Leute ins Herz des Naturparks“, verwies Escher auf weitere Bausteine.

Infotafeln an Steingräbern

„Der Ausbau des Hünenweges passt gut in die Ziele, die sich ,Megalithic Routes‘ gesetzt hat, und passt auch gut in die weitere Zusammenarbeit der Geoparks Terra-Vita und De Hondsrug. Auch hier ist wichtig, dass die Verbindung zwischen wichtigen Monumenten und einem umweltverantwortlichen Tourismus gezogen wird“, dankte der Niederländer Hein Klompmakers Wilhelm Koormann, Hartmut Escher, Uwe Carli (Emsland Touristik) und dem Geschäftsführer von Megalithic Routes, Bodo Zehm (früher Kreisarchäologe), für die umfangreiche geleistete Arbeit.

Abschließend führte Zehm die Gäste entlang des Steingräberweges zu vier Gräbern, wo er deren Ursprünge und Besonderheiten erläuterte. Das übernehmen ansonsten Infotafeln.


Der Hünenweg

Der neue Hünenweg führt von Osnabrück nach Meppen, ist rund 150 Kilometer lang und kann in sechs Etappen erwandert werden. Die Route deckt sich in weiten Teilen mit dem Friesenweg, der 2008 in Hünenweg umbenannt worden war. Er führt auch durch die Ankumer Höhen als nördlichen Ausläufer des Wiehengebirges und lässt die Wanderer viele Highlights der Region entdecken. Dazu gehören steinerne Zeugen unserer Vorfahren, die 3000 bis 3500 vor Christi Geburt aus den Megalithen der Eiszeit ihre Grabstätten gebaut haben. Bis Ende 2018 wird das niederländische Museum Hunebedzentrum in Borger renoviert und der Hünenweg weiter ausgebaut. alü

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